Ronnie James Dio: Wertschau

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Sich bei einer RONNIE JAMES DIO-Wertschau allein auf die Alben seiner gleichnamigen Band zu beschränken, würde dem Schaffen des überlebensgroßen Hard Rock-/Metal-Vokalisten mit dem bürgerlichen Namen Ronald James Padavona nicht gerecht werden. Insofern widmen wir uns hier lieber seiner gesamten Diskografie, von den Anfängen mit Elf bis hin zu seinem finalen Studio-Schaffen mit der Band Heaven & Hell. Da das Black Sabbath-Album HEAVEN AND HELL zu dessen 40. Jubiläum in der METAL HAMMER-Maiausgabe einer eigenen, ganz ausführlichen Betrachtung unterzogen wird, fällt dieses aus der folgenden Analyse ausgewählter Alben heraus.

Goldwert

Dio HOLY DIVER (1983)

Das Debüt der Band Dio ist nicht weniger als eine Paukenschlagpremiere für den namenstiftenden Sänger (und fortan auch Produzenten) sowie sein potentes neues Gefolge. Mit Schlagzeuger Vinny Appice – den Dio noch von seiner Zusammen­arbeit mit Black Sabbath im Schlepptau hat – sowie von Rainbow-Bassist Jimmy Bain und der Gitarrenneuentdeckung Vivian Campbell (damals Sweet Savage, heute Def Leppard) kongenial komplettiert, liefert die Band einen metallischen Meilenstein ab. Kokettiert der Titel-Track in Rhythmik und Aufbau noch dezent mit Charakterzügen von ‘Heaven And Hell’, stehen Nummern wie ‘Stand Up And Shout’ oder ‘Gypsy’ komplett auf eigenen Füßen und dermaßen unter Strom, dass sie ihre stürmische Angriffslust und den Selbstbehauptungsdrang keineswegs verbergen können. Von ihrer hymnischen Seite zeigt sich die Band indes mit ‘Caught In The Middle’ oder dem ikonischen ‘Rainbow In The Dark’ mitsamt seines markant-minimalistischen, aber hocheffektiven, melodischen Orgelmotivs.

Liebenswert

Dio THE LAST IN LINE (1984)

Dios zweites Album verhält sich zum delektablen Debüt ähnlich wie CAROLINA COUNTY BALL zu ELF, LONG LIVE ROCK’N’ROLL zu RISING respektive MOB RULES zu HEAVEN AND HELL: Eine immer noch gute bis sehr gute Scheibe, die jedoch die absolute Genialität ihres jeweiligen noch einige Tacken besseren Vorläufers zumindest ein wenig vermissen lässt. Was nicht heißen soll, dass Knüller und Statement-Songs wie das eröffnende ‘We Rock’, der tolle Faustrecker und Titel-Track oder knackiger Hard Rock vom Schlage ‘Breathless’ wirklich enttäuschen würden. Abgesehen vom etwas zu generisch geratenen Uptempo-Unfall ‘I Speed At Night’ weiß auch THE LAST IN LINE mit ein paar Geheimwaffen aufzuwarten. Eine heißt ‘One Night In The City’ und ist quasi Dios Proto-‘Livin’ On A Prayer’. Die andere hört auf den Namen ‘Mystery’ und wirkt fast ein wenig wie Ronnie James’ hochmelodische und vergeltende Antwort auf Rainbows Mainstream-Ausflug ‘Since You Been Gone’.


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Die Metal-Alben der Woche vom 02.02. mit Being As An Ocean, Solbrud u.a.

Being As An Ocean DEATH CAN WAIT ist nicht richtig schlecht, aber auch nicht richtig gut. Songs wie ‘Purest Love’ wecken Gefühle, aber dafür muss man erst mal über den Opener ‘Beautiful Agony’ hinwegkommen, der wie ein Sleep Token-Abklatsch ohne das kompositorische Feingefühl der Briten klingt. (Hier weiterlesen) Solbrud Das Ziel war, dass für das vierte Album des Quartetts jeder der Musiker die Songs für eine Seite einer LP alleine komponiert. Dabei nahm sich jeder thematisch eines der klassischen Elemente an; Wind, Wasser, Feuer und Erde. (Hier weiterlesen) Diese und noch viele weitere aktuelle relevante Reviews findet ihr hier und…
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