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Rotting Christ: „Religionen beuten die Ängste der Menschen aus.“

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Sakis Tolis, Frontmann der griechischen Extrem-Metaller Rotting Christ, macht dem Namen seiner Band alle Ehre. Religionen seien „rotting“, sagte er in einem Interview mit The Metal Tris zum anstehenden Album THE HERETICS. Hinsichtlich dessen Titels kam natürlich auch Weltreligiöses zur Sprache.

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„In England zum Beispiel gilt die Meinungs- und Redefreiheit, aber in vielen anderen Teilen der Welt ist das nicht so. Und das ist etwas sehr Wichtiges“, bekräftigt Tolis. „Vielerorts gibt es Regeln und die Leute dürfen sich nicht ausdrücken oder verwirklichen. Unterschiedliche Länder und Kulturen, die alle ihre eigenen Vorschriften haben.“

Als Metalhead sollte man häretisch (ketzerisch) denken und einen eigenen, perösnlichen Weg im Leben einschlagen: „Wir schwimmen nicht mit dem Strom, und das ist mir sehr wichtig. Man kann nicht immer die Welt verändern, aber vielleicht eine kleine Brücke bauen.“

Rotting Christ im ewigen Kampf

Rotting Christ mussten seit ihrer Gründung 1987 immer wieder wegen ihres Band-Namens gegen Widerstände kämpfen. Zuletzt war die Band in Georgien wegen Terrorverdachts für zwölf Stunden in Haft. Allerdings hatten sie sich stets gegen eine Umbenennung gewehrt. „Für viele Leute stellt der Begriff Rotting Christ einen Angriff dar“, so Tolis weiter. „Doch ich werde diesen Band-Namen beibehalten, denn ich denke, dass sämtliche Religionen verrottend wirken.

Es herrscht ein Mangel an Freiheit vor“, erklärt der Sänger. „Gewiss habe ich auch sehr interessante Ansätze in manchen Glaubensrichtungen entdeckt. Aber mir gefällt es einfach nicht, wenn jemand die Ansichten und Ängste eines anderen für sich selbst ausnutzt. Es gibt Tausende, nein, Millionen Menschen, die dazu bereit sind, sich gegenseitig wegen ihrer unterschiedlichen Religionen zu töten.“

Nach der 2018er-Werkschau THEIR GREATEST SPELLS wird am 15.2.2019 mit THE HERETICS der nächste Rotting Christ-Longlayer erscheinen. Er wurde gemischt und gemastert von Jens Bogren in den Fascination Street Studios (Amorphis, Borknagar, Moonspell, Devin Townsend und viele mehr).

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Lauschaffäre: Was ist eigentlich Queercore?

„J.D.s“ hämmerte in den 80er-Jahren das Genre auf Papier, seither gilt das Fanzine als Katalysator der Subkultur, viele andere waren am Keimprozess beteiligt. G. B. Jones und Bruce LaBruce, die Gesichter hinter dem queeren Fanzine, gaben dem Kind, das im Untergrund rumorte und schrie, einen Namen: Queercore. Eine Bewegung, die sich als Teil des Punk und Hardcore herausbildete, von der übrigen Gesellschaft abgrenzte, anstatt ausgegrenzt zu werden. Sie erzählen von Vorurteilen, die der LQBTQIA+-Bewegung entgegengebracht werden, den unterschiedlichsten sexuellen Identitäten, Geschlechtsidentitäten, Körpern, Liebe und Sex. MDC Die Anarchopunk-Band MDC traten nach und nach unter verschiedenen Backronymen auf, interpretierten ihre bandeigene Buchstabenkombination…
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