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Sabaton: Faszination Weltkrieg

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Das komplette Gespräch mit Joakim Brodén und Pär Sundström von Sabaton findet ihr in der aktuellen METAL HAMMER-August-Ausgabe.

„Für mich ist die Hölle der Kriegsführung im Schützengraben an der Westfront das, was ich sehe, wenn ich die Augen schließe und an den Ersten Weltkrieg denke“, bekräftigt Sänger Joakim Brodén die Entscheidung, den französischen Landstrich als Sinnbild für den globalen Konflikt herzunehmen. Dass die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts zum Thema des neuen Albums werden musste, ergab sich für die Faluner Metaller fast von selbst.

Pär Sundström erinnert sich: „Wir haben uns vergangenen Sommer auf das Oberthema festgelegt. Es lag viel darum herum in der Luft, nicht zuletzt zum hundertsten Jahrestag des Kriegsendes. So viele Leute redeten darüber und bombardierten uns mit E-Mails mit Vorschlägen, was wir dazu machen könnten. Das Timing passte gut.“ Doch es war nicht nur das Timing und die schiere Masse von Geschichten, die sich in den und um die Schlachten von vor über hundert Jahren zutrugen.

„Der Erste Weltkrieg veränderte alles“ (Sabaton)

Zugleich reizte die Herausforderung, mit THE GREAT WAR weniger ausgetretene Pfade zu beschreiten und sich eines komplexen Geflechts anzunehmen. Der sonnenbebrillte Sänger holt aus: „Es gibt Tausende von Dokumentationen über alle Aspekte des Zweiten Weltkriegs; und es ist sehr einfach, denn es ist fast alles Schwarz und Weiß – wer ist der Böse, wer ist der Gute? Das ist beim Ersten Weltkrieg sehr viel kontroverser und viel schwieriger zu sagen. Jeder war ein fieser Motherfucker, jeder ging Allianzen ein, um sich am Krieg zu beteiligen, und alle dachten das wäre bis Weihnachten vorüber – aber nichts da!“, drückt er es bewusst vereinfacht und salopp aus.

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Dazu kommt: „Der ,Große Krieg‘ (wie der Erste Weltkrieg im englischen Sprachraum vornehmlich genannt wird – Anm.d.A.) wurde nicht dermaßen durch Gaming, Medien, Filme oder welche Form auch immer verbreitet wie der Zweite Weltkrieg. Außerdem ist er sehr düster und zugleich wichtig für die Welt, in der wir heute leben; sieh dir die europäische Karte vorher und nachher an: der Erste Weltkrieg änderte alles“, begeistert sich Joakim.

Und steckt damit unweigerlich an. Taktiken, Schlachten und Teufelskerle! Oder doch popkulturelle Verarbeitung von Millionen von Toten und fragwürdige Hochgefühle ob vermeintlicher Heldentaten? Faszination Weltkrieg – ja, darf man das denn!?

Das komplette Gespräch mit Joakim Brodén und Pär Sundström von Sabaton findet ihr in der aktuellen METAL HAMMER-August-Ausgabe.

Joakim Brodén in der Videobefragung

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