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METAL HAMMER PODCAST Folge 1 mit Doro Pesch https://www.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2020/11/27/09/mh-podcast-beitragsbanner.gif

Saxon: Wertschau

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Die komplette Wertschau der Saxon-Alben findet ihr in der METAL HAMMER-Maiausgabe 2021, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

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Goldwert

DENIM AND LEATHER (1981)

Finden wir uns damit ab: Eine der größten Metal-Hymnen aller Zeiten handelt von einer verdammten Lokomotive. ‘Princess Of The Night’ ist die Hitsingle eines Albums, das Geschichte schrieb. Denn mit DENIM AND LEATHER schossen sich Saxon endgültig in den Metal-Olymp, und das innerhalb von wenigen Monaten. Die Huldigung an Jeans und Leder gilt gemeinhin als Abschluss der „klassischen Saxon-Trilogie“ (mit den beiden Alben aus 1980). Die Scheibe markiert das Ende der klassischen Besetzung mit Schlagzeuger Pete Gill (später Motörhead) und ist das zweite Album der Band, das bei Erscheinen in die Top Ten in Großbritannien rauscht (Platz neun). Später wird es vergoldet – unter anderem auch deshalb, weil Biff und seine Mannen die Stimmung der New Wave Of British Heavy Metal und ihrer jugendlichen Anhänger perfekt eingefangen haben. „Play it loud in your neighbourhood!“

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KILLING GROUND (2001)

Mit sattem Pferdegewieher startet dieses Highlight des Saxon-Katalogs in seine rund 50 Minuten Spielzeit, und bereits das Titelstück ist ein unsterblicher Klassiker. Direkt im Anschluss folgt mit ‘The Court Of The Crimson King’ überraschenderweise eine Cover-Version, doch der Plan geht auf. Saxon verpassen der Nummer von King Crimson einen ganz eigenen Touch und sie fügt sich nahtlos ein. Mit ‘Dragons Lair’ folgt ein weiterer Saxon-Hit, der sich ewig an prominenter Stelle im Liveset hielt. Das von Herman Frank (ehemals Accept) gemixte Album begeistert durch seine Homogenität und landet auch zwei Dekaden nach seinem Erscheinen in regelmäßigen Abständen auf dem Plattenteller des Verfassers. Heavy Metal in seiner ursprünglichsten und besten Art.

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Liebenswert

LIONHEART (2004)

Saxon können auch Konzeptalben, wobei es sich hier eher um eine lose thematische Zusammenstellung handelt. Das an der englischen Ostküste in Lincolnshire aufgenommene LIONHEART beschäftigt sich, Überraschung, mit König Richard Löwenherz, der im 12. Jahrhundert den dritten Kreuzzug anführte, von der Nachwelt zum idealen Ritter verklärt wurde und als natio­-nales Heiligtum gilt. Saxon gießen die Vorlage in angemessene Songs: ‘Witchfinder General’, ‘Beyond The Grave’ und ‘To Live By The Sword’ stechen neben dem Titelstück heraus. Am Schlagzeug ist zum ersten und einzigen Mal der deutsche Tausendsassa Jörg Michael (ehemals Rage, Stratovarius et cetera) zu hören. Während sich die heimischen Fans nicht sonderlich für das Album interessieren, sind die höchsten Chart-Positionen in Deutschland und Griechenland (jeweils Platz 44) zu verzeichnen.

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Erwähnenswert

SOLID BALL OF ROCK (1991)

Die Achtziger sind vorbei, und die meisten Herren legen den Eyeliner zur Seite und ziehen die Jeans-Jacke über. Auch Saxon fokussieren sich wieder auf ihre Kern­kompetenz, deshalb könnte SOLID BALL OF ROCK nicht passender benannt sein. Das Titelstück stampft freudig durch den Porzellanladen, und das folgende ‘Altar Of The Gods’ ist eine typische Sachsen-Hymne der schnelleren Sorte. ‘Requiem (We Will Remember)’ avanciert zum Live-Liebling, während ‘Baptism Of Fire’ leider zu häufig übersehen wird. Das kurze Bass-Instrumental mit dem schönen Titel ‘Bavarian Beaver’ und der japanische Bonus ‘Reeperbahn Stomp’ gehören in die Kuriositätenkiste. Bis auf das etwas schnarchig geratene ‘Ain’t Gonna Take It’ mit seinem Baukastentext finden sich keine Ausfälle auf dem Album. SOLID BALL OF ROCK haucht einer schon damals totgesagten Band wieder Leben ein und trägt sie die nächsten 30 Jahre (und hoffentlich darüber hinaus).

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Beklagenswert

ROCK THE NATIONS (1986)

Wer immer Saxon eingeredet hat, sie könnten in den USA landen, wenn sie einen auf Party Animals machen, gehört noch heute verdroschen. Biff war damals schon Mitte 30 und sollte gegen Bret Michaels, Kip Winger und all die anderen durchtrainierten US-Schlüpfer-stürmer antreten. Es konnte nur in die Hose gehen. ROCK THE NATIONS klingt natürlich noch immer irgendwie nach Saxon, aber die Anbiederung an den damals extrem angesagten Poser-Rock ist unüberhörbar. Songs wie ‘Waiting For The Night’, ‘You Ain’t No Angel’, ‘Running Hot’ oder natürlich ‘Party ’Til You Puke’ (wahrhaftig mit Elton John als Gast) lassen Saxon-Anhänger und die Band bis heute erschaudern. Aufgenommen wurde das Album übrigens nicht im Schatten sündiger Nacht-Clubs in Los Angeles, sondern im niederländischen Hilversum. Fazit: Egal, wie sehr du mischt und mixt – aus einer englischen Tasse Tee wird niemals ein Mai Tai.

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Die komplette Wertschau der Saxon-Alben findet ihr in der METAL HAMMER-Maiausgabe 2021, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

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Die Metal-Alben der Woche vom 26.03. mit Memoriam, Metalite, Evanescence u.a.

Memoriam Doch nun erscheint keine fünf Jahre nach den Höllenfeuerdemos bereits das vierte Album – das lässt sich wohl nicht mehr mit seniler Bettflucht erklären. Und bereits der Albumtitel sowie die erste Zeile „onwards into battle one more time“ machen Angst, dass es mit Memoriam zu Ende gehen könnte. Doch weit gefehlt. (Hier weiterlesen) https://www.youtube.com/watch?v=NNiMXAGxkYM Metalite Die starke Rhythmusfraktion hat durchaus kräftige Überraschungen im Repertoire, wie etwa den Breakdown-lastige Zwischenpart im zehnten Track ‘Running’. Auch die Gitarrensoli zeugen von gutem Können, obgleich sie neben all den aufdringlichen Samples leider etwas untergehen (‘Talisman’). (Hier weiterlesen) https://www.youtube.com/watch?v=NPRs05fe-TU Streitfall THE BITTER TRUTH von…
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