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Sepultura: Ende der Band ist der einzig „logische Schritt“

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Ende 2023 haben Sepultura bekanntgegeben, sich auflösen zu wollen – jedoch nicht, ohne sich gebührend von ihren Fans zu verabschieden. Seither befinden sich Andreas Kisser und Co. auf ausgiebiger Abschiedstournee. Das finale Konzert findet am 7. November 2026 in São Paulo statt.

Frontmann Derrick Green hat im Interview mit Mr. Music nun ausführlich über die Hintergründe gesprochen, die die Band an diesen Punkt ihrer Karriere gebracht haben. „Für uns ergab es absolut Sinn, zu einem sehr guten Zeitpunkt unserer Karriere – auf einem Höhepunkt – einen Schlussstrich zu ziehen. Wir wollten aufhören und mit einem guten Gefühl auf unsere Entscheidung zurückblicken können – zufrieden mit unserem Spiel, unserem musikalischen Können und der Tatsache, dass wir uns alle gut verstehen. Es sind all diese positiven Aspekte.“

Bevor etwas Schlimmes passiert

Der richtige Zeitpunkt habe dabei eine wichtige Rolle gespielt. Somit geht es bei der Abschiedstournee vor allem darum, „die Geschichte von Sepultura zu feiern, denn sie ist unglaublich lang und absolut einzigartig. Genau das tun wir jetzt. Die Idee dahinter ist, diese Feier gemeinsam mit den Menschen zu begehen, die über all die Jahre hinweg Teil der Geschichte von Sepultura waren.“

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Auf die Frage, was die Band zu der Entscheidung geführt hat, gibt Green an: „Ich glaube, es ist einfach das Leben an sich. Unser aller Leben wandelt sich ständig, entwickelt sich weiter und ist in Bewegung – und damit ändert sich auch die eigene Einstellung. Bei uns kann der Zyklus aus Komponieren, Aufnehmen und anschließendem Touren zu einer Art Teufelskreis werden.“ Vor allem sollte sich das kreative Schaffen nicht wie Arbeit anfühlen. „Wir machen Musik aus anderen Beweggründen – aus Liebe zur Kunst und nicht nur, weil wir es müssen.“

Green zufolge wollten er und seine Kollegen nicht darauf warten, „dass etwas Schlimmes passiert oder alles in die Brüche geht.“ Deshalb haben sich Sepultura dazu entschieden, aufzuhören, wenn es am schönsten ist. Dennoch sei dies „kein Grund zur Traurigkeit, sondern vielmehr ein Fest gemeinsam mit unseren Fans – eine Reise um die Welt, um diesen Abschied gebührend zu begehen.“ Die Resonanz des Publikums und persönliche Begegnungen sind für Derrick Green jedoch bewegender, als er zuvor gedacht hätte.


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Heidi Skrobanski schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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