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Serj Tankian erklärt, warum er Touren für „redundant“ hält

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System Of A Down-Frontmann Serj Tankian hat in einem Interview mit ‘The Office’-Schauspieler Rainn Wilson darlegt, warum er es für „künstlerisch redundant“ hält, ausgedehnte Konzertreisen zu spielen. „Wir hatten unglaublichen, unerwarteten Erfolg als sehr abwegige Progressive Metal-Band mit unserem TOXICITY-Album 2001. Damit waren wir Jahre auf Tour.“

Kurz und schmerzlos

Weiter plauderte Serj Tankian aus, dass er seinen Band-Kollegen vor den Aufnahme-Sessions zu den Folgeplatten MEZMERIZE und HYPNOTIZE (beide 2005) eröffnet habe, dass er das damalige Pensum nicht mehr durchhalten könne. „Ich sagte ihnen: ‚Jungs, ich muss mit diesem zyklischen Ding — dass wir ein Jahr lang ein Album machen und dann zwei Jahre damit auf Tour gehen — aufhören. Ich will auch mein eigenes Ding machen. So habe ich ihnen im Prinzip gesagt, dass ich eine Auszeit nehmen will. Das wurde zu der Zeit nicht gut aufgenommen.“

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Anschließend habe es sich bei System Of A Down letztlich so eingespielt, dass man für Tourneen wieder zusammenkam. In kreativer Hinsicht seien die Probleme zwar nicht ausgeräumt gewesen, doch die Musiker seien schließlich Freunde, die sich lieben und respektieren. So habe man eben gemeinsam auf Tour Spaß gehabt. „Nicht so oft, wie die anderen es gerne würden“, gibt Serj Tankian zu. „Im Allgemeinen bin ich der, der am unliebsten auf Tour geht. Das hat zum einen körperliche Gründe, weil es ermüdend ist. Ich habe das 20 oder 25 Jahre gemacht. Und vor ein paar Jahren hatte ich eine OP am Rücken. Jetzt geht es mir besser.

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Zum anderen ist es künstlerisch nach einer Weile redundant. Man wiederholt sich. David Bowie sagte, die ersten zwei Wochen einer jeden Tournee sind im Grunde kreativ — danach ist es redundant. Und das stimmt. Aber ich genieße es mit den Jungs zu spielen. Und wenn es eine einzelne Show ist, macht es tatsächlich Spaß. Denn dann gibt es keinen Druck, diesen ganzen Rattenschwanz einer langen Konzertreise durchzumachen. Man probt einfach zusammen, reißt dumme Witze, isst gemeinsam, dann spielt man eine Show — und es wird ein Hurra.“

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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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