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Sleep Token: Vorwürfe an Fans — Crowdsurfer fallen gelassen

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Wer bei Rock- und Metal-Konzerten nach vorne oder mitten ins Getümmel geht, weiß, dass er damit rechnen muss, dass einige Action um ihn herum passiert. Zum Beispiel sollte man nicht überrascht sein, wenn von hinten/oben plötzlich Crowdsurfer kommen. Dabei ist es Ehrensache, diejenigen Metaller nach besten Kräften zu stützen und nach vorne weiterzureichen. Nicht wenige Sleep Token-Fans beim US-Festival Louder Than Life sahen das offenbar anders.

Ignorante Rüpel

Denn im Nachgang haben einige Festival-Besucher ihren Unmut in der zugehörigen Facebook-Gruppe darüber geäußert, dass manche Sleep Token-Fans diese Konzertetikette nicht nur haben vermissen lassen, sondern Crowdsurfer sogar haben fallen lassen. Eine Frau beschreibt genau das und belegt dies mit einem Video (siehe unten): So war sie gerade beim Crowdsurfen, als ein Mann im Publikum sie unsanft zu Boden beförderte, nur um sie anschließend blöd von der Seite anzumachen.

Eine andere Zuschauerin wiederum beschreibt, wie sie von einem heruntergeworfenen Crowdsurfer am Kopf getroffen und ohnmächtig wurde und ins Krankenhaus gebracht werden musste: „Ich musste aus der Sleep Token-Menge gezogen werden, weil Leute aus Wut einen Crowdsurfer geworfen haben, und er direkt auf meinem Kopf gelandet ist. Das hat mich umgehauen, und ich hatte einen Anfall, sobald ich bewusstlos war.“ Die „absolut ungezogenen, ignoranten und respektlosen Leute“, die den Crowdsurfer geschleudert haben, haben sich laut der Dame „rein gar nicht für das Wohl unschuldiger Menschen“ interessiert.

Doch damit nicht genug: Ein weiterer Fan behauptet, dass sie jemanden „Lass’ die Schlampe fallen!“ hat rufen hören, womit eben ein Crowdsurfer gemeint war. Als dann andere Leute in diesen Schlachtruf miteinstimmten, hat sie den Respekt für Fans von Sleep Token verloren. „Ich war in der Nähe des Gehörlosendolmetschers und habe gesehen, wie viele Leute die Sanitäter zu ihrem Zelt tragen mussten. Es müssen letztlich über 50 gewesen sein.“


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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