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Spotify geht gegen KI-Künstler vor, entfernt 75 Mio. Tracks

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Jeder dürfte mittlerweile mitbekommen haben, wie leicht es ist, eine KI anzuschmeißen und sich einen Song machen zu lassen. Eine Folge: Auf Streaming-Plattformen gibt es inzwischen viel von Künstlicher Intelligenz generierte Musik beziehungsweise sogar von KI erzeugte Künstler- und Bands wie zum Beispiel

. Spotify geht nun dagegen vor.

Weg mit dem „Fraß“

Die neue Strategie soll gegen „schlechte Schauspieler“ helfen. Zudem hat der Anbieter laut eigenen Angaben in den vergangenen zwölf Monaten bereits 75 Millionen „Spam-Tracks“ entfernt. In der zugehörigen Mitteilung von Spotify heißt es„KI kann von schlechten Schauspielern und Content-Farmen dazu benutzt werden, Hörer zu verwirren oder zu täuschen, ‚Fraß‘ ins Ökosystem zu pressen und authentische Künstler zu behindern, welche daran arbeiten, ihre Karriere aufzubauen.

Diese Sorte von schädlichen KI-Inhalten wertet das Nutzererlebnis für Hörer herab und versucht oft, Tantiemen zu schlechten Schauspielern umzuleiten. Die Zukunft der Musikindustrie wird geschrieben, und wir glauben, dass es entscheidend dafür ist, ihr Potenzial für Künstler und Produzenten zu aktivieren, uns aggressiv gegen die schlimmsten Anteile von generativer KI zu schützen. Wir stellen uns eine Zukunft vor, in der Künstler und Produzenten kontrollieren, wie und ob sie KI in ihre kreativen Prozesse integrieren.“

Drei Pfeiler

Die neue Spotify-Strategie gegen schädliche KI-Auswüchse umfasst drei Säulen. Erstens gibt es eine neue Richtlinie gegen die Nachahmung von Stimmen. Wenn ein Künstler glaubt, dass eine KI seine Stimme imitiert, kann er dies melden — Spotify prüft diese Beschwerden und entfernt im gegebenen Fall die entsprechenden Tracks. Zweitens hat Spotify ein neues Spam-Filter-System implementiert, das gegen Spam-Taktiken wie Massen-Uploads, Duplikate, SEO-Tricks und den Missbrauch von künstlich-kurzen Tracks sowie andere Formen von „Fraß“ helfen soll.

Von 2014 bis 2024 sei die Ausschüttung von Tantiemen von einer Milliarde US-Dollar auf zehn Milliarden US-Dollar gestiegen. Daran wollen jene Schwindler teilhaben. Entsprechende Tracks sollen gekennzeichnet und nicht mehr empfohlen werden. Darüber hinaus wird mit Hilfe des Metadaten-Standards DDEX in den Songcredits kenntlich gemacht, ob eine KI am Komponieren oder Produzieren beteiligt war.


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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