Sworn Enemy Interview

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Im Englischen gibt es ein Wort, das die Musik auf MANIACAL am besten beschreibt: „relentless“. Auf Deutsch: unerbittlich, unbarmherzig. Und genau so klingt das Material auf Album Nummer Fünf. Sworn Enemy hatten schon immer einen „metallischen“ Ansatz in ihren Stücken. Auf MANIACAL wird aber mehr denn je die Thrash Keule ausgepackt. Sal erklärt wieso: „Ich denke, dass es sich um eine ganz natürliche Entwicklung handelt, die sich schon abzeichnete. Ein Großteil unserer Einflüsse kommt von der Bay Area Thrash-Szene der frühen Achtziger. Und je mehr wir uns als Band verbessern, desto mehr kommen unsere ursprünglichen Einflüsse zum Tragen.“

Sal führt zwar Bay Area-Thrash als großen Einfluss an, dennoch ist es nicht nur die Westküste, die prägend war. Im Gespräch fügt er außerdem den Einfluss des „Big Apple“ an – Sworn Enemy Heimatstadt New York City: „Unser New York-Background ist uns sehr wichtig. Diese Stadt ist der absolute musikalische Schmelztiegel. Jeder spielt hier irgendwie in einer Band, viele zeitlose Größen kommen von hier und wir hatten immer die Möglichkeit, zu Shows zu gehen. So wird man schnell mit der Underground-Szene vertraut. Das hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind.“

Dennoch fällt auf, dass Bands mit einem Hardcore-/ Metalcore-Background während ihrer Karriere immer metallischer werden. Für Sal ist das nur logisch: „Ich glaube, das ist ganz einfach der Lauf der Dinge. Hardcore ist eine sehr simple Musik und es wird im Laufe der Jahre immer schwieriger, Musik zu kreieren, die nicht immer gleich klingt. Im Metal hingegen gibt es keine Limitierungen was man mit Gitarren und Schlagzeug alles anstellen kann.“

Dieses gilt es natürlich zu beweisen. Und das werden Sworn Enemy auch gerne tun. Unter anderen auf der vom METAL HAMMER präsentierten Deutschland-Tour mit den Genre-Göttern Hatebreed . Sal verspricht sich einiges von den Auftritten und hat an Deutschland und Europa nur gute Erinnerungen: „Europa ist immer toll für uns, denn wir werden immer mit offenen Armen empfangen.“

Sal Lacoco und seine Mannen werden garantiert abgefeiert. Zu brachial sind ihre Kompositionen, als das der fette Mosh nicht gezündet werden könnte. Und Sworn Enemy haben einen nicht zu unterschätzenden Vorteil: sie haben Fans aus der Hardcore-Szene, können aber genauso Metaller zum wüsten Bangen animieren.

Dann stellt sich nur noch eine Frage: Was bevorzugt der Sänger und seine Burschen? Eine mehr oder weniger auf Hardcore-Bands basierende Tour wie jene mit Hatebreed oder könnte sich der Herr auch eine Metal-Tour mit beispielsweise Kreator, Nevermore, Kataklysm etc. vorstellen? Sal gibt sich diplomatisch: „Mir persönlich ist es relativ egal mit wem ich auf Tour bin. Die Hauptsache ist doch, dass die Shows gut sind, der Vibe da ist, wir mächtig Spaß auf der Bühne haben und das Publikum uns so annimmt wie wir sind.“

Anzo Sadoni

Eine Bildergalerie findet ihr oben – hier kommt noch das Video zu ‚All I Have‘:

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