Kiss schrauben bekanntlich zusammen mit Pophouse Entertainment (dem Unternehmen von ABBA-Musiker Björn Ulvaeus) an einer Avatar-Show. dazu gibt es nun endlich ziemlich handfeste Neuigkeiten: Wie die Band-Anführer Gene Simmons und Paul Stanley in einem aktuellen Interview mit dem Branchenmagazin Pollstar verraten, wollen die Beteiligten das Event im Jahr 2028 auf eine Bühne in Las Vegas bringen — inklusive neuer Lieder.
Bei dieser Gelegenheit fragt Redakteurin Katherine Turman auch, welche Kiss-Phasen in der Avatar-Aufführung zu sehen sein — sprich: Wird es das klassische Line-up oder die jüngste Besetzung sein? „Es werden die ikonischen Gesichtspersönlichkeiten sein — Demon, Starchild und so weiter“, entgegnet Simmons darauf. „Wen man in diese Besetzung stecken will, entscheidet jeder selbst.“
Upgrade
Doch damit nicht genug: Es ging auch um die Lieder, die zu hören sein werden. Dazu meint Gene: „Wir werden all die Klassiker der ganzen Jahre sowie ein paar Überraschungen dabei haben. Ihr werdet all dieses Zeug kriegen — und auch neue Songs.“ An dieser Stelle muss die Pollstar-Journalistin nachhaken, was „neue Songs“ konkret bedeutet. „Genau, was es bedeutet: Geschrieben von uns. Wir haben fertige Songs“, untermauert Simmons.
Des Weiteren gibt Pophouse-CEO Jessica Koravos zu Protokoll, dass sich die Avatare im Vergleich zum ersten Vorgeschmack, der beim finalen Kiss-Konzert am 3. Dezember 2023 im New Yorker Madison Square Garden präsentiert wurden, stark verändert haben. „Was die Menge im Madison Square Garden zu sehen bekam, war ein früher Prototyp des Kiss-Avatar-Konzepts. Vieles hat sich seitdem weiterentwickelt — sowohl was das kreative Konzept für die Show als auch die Avatar-Technologie angeht.
Achterbahnfahrt
Wir stecken nun tief in der Entwicklung eines erstrangigen Kreativ-Teams, das von der Thierry Group geleitet wird. Das Team hat vergangene Woche vor Ort Pyrotechnikeffekte vor einer neuen Generation von LED-Bildschirmen ausprobiert, um sicherzustellen, dass wir die für Kiss typische Flammenwerferei ausschöpfen. Das Show-Konzept ist eine verrückte 4D-Achterbahnfahrt durch die Hits, die Comic-Welten und die Figuren der Band.“
Offenbar waren die ursprünglichen Avatare weniger in der Realität verwurzelt. Laut BBC News kamen die Hologramme im Madison Square Garden als überlebensgroße Superhelden daher, die 2,40 Meter groß waren, Feuer spuckten und Blitze aus ihren Fingern schossen, während sie über dem Publikum schwebten. Pophouse wurde 2014 in Schweden gegründet. Der Deal mit Kiss war der Firma angeblich 300 Millionen US-Dollar wert, wofür das Unternehmen unter anderem die Rechte am Back-Katalog, am Band-Namen sowie an Fotos und Abbildungen bekam.
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