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Szenekneipe Halford: Das Berliner Original

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Das komplette Interview mit Sven Rappoldt findet ihr in der aktuellen METAL HAMMER-Maiausgabe.

Sven, du betreibst mit deiner Frau Simone das Halford. Wie bist du dazu gekommen?

Zu DDR-Zeiten war ich Jugendclubleiter, bei „House Of Music“ auch Veranstalter. Nach der Wende wollte ich in diesem Bereich bleiben. Im Mai 1992 machte ich mich selbständig und eröffnete die erste reine Metal-Diskothek Ostberlins. Dass ich den Namen Halford nehmen konnte, war Zufall; damals war noch alles locker. Nach einem halben Jahr mussten wir die Einlasstür sichern: Die Leute standen an wie vor einer Nachtbar und kamen erst rein, wenn andere gegangen sind. Oben lief Death, Black und Thrash; unten Maiden, Priest, Manowar, Metallica, Iced Earth. Dort hatten 300 Leute Platz, oben 150.

Das Halford musste immer wieder umziehen. Warum?

Meist wurden die Eigentümer geldgierig. Wir sind jetzt seit sieben Jahren hier und haben ähnliche Probleme. Die Mietpreisbremse macht es nicht besser, eine Kneipe nach der anderen schließt. Sky-Bars können nur die Karten legen, da die Beiträge immer weiter steigen. Brauereien erhöhen ihre Preise mittlerweile jährlich. Doch als Gastronom muss man den Leuten etwas bieten! Früher lief eine CD und fertig. Diese Zeiten sind vorbei. Viele Kneipen enttäuschen meine Erwartungen, oft komme ich mir als Ostler vor wie im Osten: Eine Fahne, ein Bierhahn, immer dieselbe Mucke – und das nennt sich dann Heavy Metal-Laden!

Was macht für dich die perfekte Kneipe aus?

Man muss sich mit den Leuten identifizieren! Wenn ich Kuttenträger am Tresen habe, muss der Laden auch so aussehen. Man sollte sich Gedanken um die Farbgestaltung machen, um Totenköpfe, Kreuze und sowas. Wenn das fehlt, wirkt es irgendwie arschlos. Wir zeigen auf sechs Fernsehern 27.000 Stunden Videos, von A bis Z durch die Genres. Videos von Anfang der Achtziger, aber auch Neueres. Nirvana, Soundgarden und Pearl Jam laufen hier nicht: 1995 bis 2002 war die schlimmste Zeit für Heavy Metal!

Der Halford-Doppelgänger

Wie kamst du eigentlich mit Judas Priest in Berührung?

Meine Mutter war Frisörin. Dank der D-Mark ihrer Westberliner Kundinnen hatte sie früh einen Farbfernseher. Als sie mal übers Wochenende verreiste, fielen um die 46 Mann bei mir ein, um Metal im Fernsehen zu gucken. Die Bude sah aus! Norbert Schmidt, der Sänger von Formel I, war mein Kumpel. Seine Mutter hatte ein paar VHS-Kassetten aus dem Westen geschmuggelt. Wir haben viel geguckt, aber ich spulte immer wieder zu Priest zurück. Fast täglich schaute ich mir das an – ein echtes Phänomen!

Du selbst gehst als Halford-Double durch…

Rob Halford stellt oft alte Bilder von sich ins Netz. Es ist fast unnormal, dass ich nicht nur aktuell aussehe wie er, sondern auch schon in den Siebzigern, Achtzigern. Die Glatze, der Bart, später der Zopf! Als die Pressekonferenz hier stattfand und Rob reinkam, fragten sich alle, wer von uns der Echte ist. (lacht) Es ist Zufall! Den Bart könnte ich abrasieren, aber warum denn? Jeder hat einen Doppelgänger!

Du hast Rob bereits persönlich getroffen. Welchen Eindruck hast du von ihm?

Ein typischer Engländer – Teetrinker, sehr gemäßigt, kann etwas launisch sein. Er freut sich immer, wenn ich ihm Bilder schicke. Zum Beispiel von der FIREPOWER-Releaseparty, der einzigen in Deutschland. Da ging es zu! Die Leute standen um fünf an, obwohl wir erst um sieben aufsperren wollten.

Rockcafe HALFORD
Mainzer Str. 15
10247 Berlin

halford-berlin.de

Das komplette Interview mit Sven Rappoldt findet ihr in der aktuellen METAL HAMMER-Maiausgabe.

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