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The Butcher Sisters: Gegengewicht

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Das komplette Interview mit The Butcher Sisters findet ihr in der METAL HAMMER-Februarausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

„Neue dumme Musik“

METAL HAMMER: David, du hast in einem anderen Interview von der „neuen dummen Musik“ geredet. Siehst du darin ein allgemeines Phänomen, das aktuell im Musikbereich beziehungsweise im Metal zu beobachten ist?

David Schneider: Ich finde schon, dass Unterhaltungsmusik, die nicht mehr das Ziel verfolgt, wirklich ernsthaft zu sein, heutzutage mehr denn je ihren Platz hat. Aber wir haben uns eine sehr eigene Nische geschaffen. Das, was wir machen, kann man, wenn man das überhaupt möchte, schlecht kategorisieren und schlecht imitieren. Ich sehe uns auch nicht in der Tradition von Bands wie J.B.O. oder Knorkator. Wir machen schon irgendwie komplett unser eigenes Ding mit dem, was wir persönlich selbst gefühlt haben – und zwar nicht primär, um das Ganze wie ein Klamauk-Witz-Spaß-Projekt aussehen zu lassen, sondern um wirklich Lieder zu machen, die wir selbst gerne hören würden. Und um vor allem einen musikalischen Standard damit zu fahren.

Nicklas „Stroppo“ Stroppel: Wir haben unser Leben lang Musik gemacht, deswegen schwingt immer der musikalische Ehrgeiz mit, dass es geil ist und man es feiern kann. Ich versuche mein ganzes Leben lang schon, dass meine Musik cool ist. Ich habe ziemlich viel probiert – und es war ganz oft sehr scheiße. Über die Jahre wuchs der Anspruch. Deswegen haben wir auch so ein bisschen einen Garanten, dass das, was wir machen, uns allen gefällt und in gewisser Weise gut und hörbar ist, weil wir einfach schon viele – auch schlechte – Erfahrungen, gesammelt und gemacht haben.

„Wir machen das, was wir selbst richtig feiern.“

MH: Seht ihr bei euren Tracks die Gefahr, dass das ganze Augenzwinkern von der Musik ablenkt, und man übersieht, wozu ihr imstande seid – sei es nun die Country-­Ballade ‘Klettergerüst’ oder die Pop-Punk-Persiflage ‘Scheiß für mich’?

Stroppo: Ich glaube, das kann man nicht übersehen oder überhören. Wenn die Musik stimmt, untermauert sie so krass den Text. Man kann gar nicht anders, als es gut zu finden, wenn es ballert. Wenn die Musik Müll ist, aber der Text genial, dann macht man eher aus, als wenn es andersherum ist.

Alex: Und es ist doch schön, wenn es beides ist. Lieber einen qualitativ hochwertigen Song über irgendein lustiges Thema als ein Scheißlied.

Stroppo: Ich habe aber das Gefühl, dass uns die Leute wirklich ernst nehmen. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Leute uns für eine Spaß-Band halten. Die Leute halten es für ein ernsthaftes, ansprechendes Produkt, was zusätzlich Spaß macht. Weil wir es authentisch machen. Wir machen das, was wir selbst richtig feiern. Das überträgt sich.

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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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