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Tim Lambesis: „Leute können sich verändern“

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Bei Tim Lambesis ist eine Menge schief gelaufen. Der As I Lay Dying-Fronter verbrachte bekanntlich einige Zeit im Gefängnis, weil er versuchte einen Auftragskiller auf seine Ehefrau anzusetzen. Nachdem er wieder auf freien Fuß kam, überzeugte Lambesis jedoch sogar seine ehemaligen Band-Kollegen wieder mit ihm Musik zu machen. Aktuell befindet sich das Quintett auf Europatour, und vor der Show im Münchner Zenith schrieb Lambesis:

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As I Lay Dying: Tim Lambesis' umfassende Entschuldigung

„Ich mache mich frei von dem, zu dem ich in der Vergangenheit wurde, und verfolge eine neue Bestimmung mit der Wiedergeburt von As I Lay Dying. Wir machen das zusammen. Leute, die AILD unterstützen, unterstützen nicht die Person, die ich mal war. Denn ein Teil meines jetzigen Lebenswerks ist es, den Schmerz, den ich verursacht habe, ungeschehen zu machen und anderen Abhängigen zu helfen. Ich glaube, stattdessen unterstützen Fans von AILD den Glauben daran, dass sich Menschen ändern können.“

Tim Lambesis betreibt pro-aktive Vor- und Nachsorge

Tim Lambesis führt weiter aus: „Ich werde niemals meinen größten Fehler rückgängig machen können, aber ich glaube, es ist besser etwas zu tun anstatt aufzugeben. AILD verdammt kollektiv sämtliche Formen von häuslichem Missbrauch und Gewalt. Die Nachwirkungen kommen mit durchdringendem, lang anhaltenden Schmerz. Es gibt keine akzeptable Entschuldigung oder Verteidigung für solch ein Verhalten. Wir als Band wollen aktiv Organisationen den Rücken stärken und mit ihnen zusammen arbeiten, die Menschen, die gefühlsmäßig leiden und Schmerz empfinden, Hilfe anbieten. Sei es aus einer Geschichte des Missbrauchs, der Not oder psychischen Krankheit – Proaktivität in Sachen Heilung und Erholung steht im Zentrum dessen, was die Band jetzt ist.“

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As I Lay Dying: Tim Lambesis arbeitet an neuem Album

Dann nimmt Tim Lambesis Bezug auf das Konzert in der Kulturhalle Zenith, in die bis zu 6000 Menschen passen: „Heute spielen wir die größte Headliner-Show unserer Karriere (und toppen damit unsere zweitgrößte Headliner-Show, die auf dieser Tour stattfand). Unsere Fans in Deutschland wussten nicht davon, als sie die Tickets kauften, aber wir werden einen Teil der Einkünfte der Show an HeartSupport spenden. Das ist eine Organisation, von der wir glauben, dass sie gut emotionale Hilfe und Beratung für junge Erwachsene bereitstellt, die in Kreisläufen der Abhängigkeit, Depression, sexueller Gewalt oder Familien-Turbulenzen gefangen sind. […]“

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Abschließend gibt sich Tim Lambesis weiter demütig: „Wir wollen es im Moment nicht verpassen, unseren bislang größten Augenblick mit Bestimmung zu bereichern. Wir haben eine zweite Chance bekommen, von der wir dachten, dass wir sie niemals kriegen würden, und wir nehmen sie sicherlich nicht für selbstverständlich.“

https://www.facebook.com/asilaydying/posts/10155516851871307

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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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