Musiker führen ohnehin oft ein Jetset-Leben, in dem sie auf Tournee von Tag zu Tag woanders sind. Shinedown-Sänger Brent Smith ging 2016 sogar noch weiter und verkaufte sein Haus in Kalifornien. Nun lebt der Musiker ohne ein festes Zuhause. Im Interview mit dem Rock 30 Podcast erklärte er seinen Lebensstil.
Heute hier, morgen dort
Darauf angesprochen, ob es einen Ort gibt, den er als Zuhause bezeichne, antwortet er: „Ich weiß noch, dass meine Eltern, besonders nach den ersten paar Alben immer wieder darauf angesprochen wurden, dass es wirkt, als würde ich vor etwas wegrennen. Meine Mutter sagte dann immer, dass ich auf alles zurenne. So hat sie das gesehen, und das hat die Leute ein wenig geerdet. Es gab da diese Frage, ob ich obdachlos sei. Meine Mutter meinte dann immer, ich sei nicht obdachlos, sondern einfach frei.“
Dennoch hat der Sänger Wurzeln, die ihn immer wieder an bestimme Orte zurückbringen. Er erklärt: „Mein Heim ist da, wo mein Sohn ist. Also habe ich wegen ihm definitiv Wurzeln, die mich mit Florida verbinden. Außerdem habe ich Wurzeln in Tennessee. Ich bin oft in Nashville.“
Jetset-Leben
Er führt weiter aus, dass er so lange an Orten bleibe, wie er dort sein müsse. Doch irgendwann will er weiterziehen. „Ich hatte nie ein Problem damit, unterwegs zu sein. Als Band verbringen wir viel Zeit miteinander, aber die anderen haben alle feste Heimatstandorte.
Ich bin allerdings derjenige in der Band, der auch viel hinter den Kulissen arbeitet, sich um das Business und die nächsten Schritte kümmert. Ich fliege oft an verschiedene Orte, um eine bessere Wirkung zu erzielen. Selbst wenn das bedeutet, ins Ausland zu fliegen. Das geht, weil ich so lebe, wie ich es aktuell tue. Ich kann schnell los, und das funktioniert gut für mich. Das bedeutet letztendlich aber nicht, dass ich nie ein festes Zuhause haben werde. Ich weiß momentan nur nicht, wo das ist“, meint Smith.
Und auch auf Tournee lässt er sich nicht gerne festlegen. Kürzlich hat er sogar die Anzahl der Koffer reduziert, die er auf Reisen dabei hat. Er sagt: „Die Leute online schreiben oft, dass ich immer das Gleiche anhabe, und sie haben recht. Das funktioniert für mich. Ich betrachte mich als wahren Minimalisten. Ich besitze keinen Kram. Ich hebe kaum etwas auf, außer, es kommt von Fans. Aber davon abgesehen besitze ich kaum Dinge.“
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