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Tobias Forge nimmt Musik auf — aber nicht für Ghost

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Ghost haben kürzlich ihre Neuinterpretation des Pet Shop Boys-Klassikers ‘It’s A Sin’ veröffentlicht. Insofern drängt sich bei Interviews tatsächlich die Frage auf, ob der Track womöglich ein Vorbote für eine EP ist. Im Gespräch bei Global News sollte Bandmastermind Tobias Forge dazu Stellung nehmen. Bei dieser Gelegenheit gestand der Schwede, dass es derzeit keine konkreten Pläne für seine Formation gibt, er jedoch gerade Musik einspielt — allerdings nicht für Ghost.

Die Zukunft ist offen

„Nein, Stand jetzt kommt keine EP“, stellte Forge klar. „Abgesehen von der Tournee [durch Nordamerika — Anm.d.A.], die wir gerade machen, haben wir nichts anderes geplant. Also ist die Zukunft im Augenblick sehr offen. In kreativer Hinsicht habe ich eine Menge zu tun. Tatsächlich nehme ich zurzeit auf, aber es ist keine EP mit Covern und auch kein neues Ghost-Album. Ich weiß also tatsächlich nicht genau, wann irgendwas passieren wird. Und das ist eine gute Sache, denn seit 15 Jahren waren wir ununterbrochen am Machen.

Die Zyklen waren im Grunde irgendwie aneinandergenäht. Jedes Mal, wenn wir einen Albumzyklus beendet hatten, bin ich in dem Wissen von der Bühne gegangen, dass ich Montagmorgen im Studio sein werde und unser nächstes Konzert ansteht. Wir haben mehr oder weniger fortwährend voraus gedacht und uns eine lange Zeit erweitert. Nun bin ich an einen Punkt gekommen, an dem ich noch immer Ideen und Dinge habe, die ich noch nicht erreicht habe. Es gibt definitiv noch immer eine Wunschliste. Doch das wird an einem anderem Punkt geschehen.“

An späterer Stelle im Interview sagte Tobias noch: „Wie es momentan aussieht, weiß ich nur, dass wir diese Konzertreise spielen — und danach gibt es ein großes, großes Fragezeichen.“ Es hat folglich an den Anschein, dass sich Ghost eine Pause gönnen. Nichtsdestotrotz stellt sich die Frage, für welches Projekt Forge Musik aufnimmt, wenn es nicht seine eigene Okkult Rock-Kapelle ist.

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Außerdem zog Tobias noch ein Fazit zum Handy-Verbot bei den jüngsten Ghost-Shows — bekanntlich mussten die Besucher ihre Smartphones in Beutel stecken, die magnetisch verschlossen und erst wieder bei Verlassen der Locations geöffnet wurden. „Wir wussten vorab, dass es Geschnatter, Diskussionen, Widerstand und gemischte Gefühle geben wird. Nach mehr als 50 Shows glaube ich, dass es genau die richtige Sache ist. Denn die Leute, die kamen, haben uns bis auf wenige Ausnahmen überwältigend positives Feedback gegeben. Ich glaube total, dass es die richtige Entscheidung war. […] Jeder kann die Konzerte genießen. Und ich liebe es, wenn ich tatsächlich eine Verbindung mit dem Publikum aufbauen kann. Ich will das Rad niemals zurückdrehen.“


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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