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Tool: Maynard James Keenan hatte schon vier Mal Corona

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In einem neuen Interview mit einer amerikanischen Tageszeitung aus Phoenix, Arizona erzählt Tool-Frontmann Maynard James Keenan, dass er einen großen Teil der letzten zwei Jahre damit verbracht hat, sich von Corona zu erholen. „Ich hatte es gerade das vierte Mal“, sagt er, und macht sich drüber lustig. „Ich hatte die mit europäischem Geschmack.“ Maynard, der sich erstmals im März 2021 gegen das Virus impfen ließ, meint, ihm geht es nun besser. „Es ist vorbei.“

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Laut Maynard ist eine Infektion mit dem Coronavirus ein weiterer Preis, den man als Mitglied einer tourenden Band zahlen muss. „Wenn man in einem Raum mit Tausenden Menschen ist, wird es eben herumgereicht“, sagt er. „Auch wenn man in eine Röhre steigt und zehn Stunden nicht aus dieser aussteigt. Das ist nun mal die Natur der Sache. Wir müssen das akzeptieren und aufhören, uns darüber aufzuregen.“

Maynard auf Intensivstation

Bereits im Februar 2021 erzählte Maynard, dass er innerhalb weniger Monate zweimal mit Corona kämpfte, bevor er sich impfen ließ. Der Tool-Sänger landete am 1. Dezember desselben Jahres in der Notaufnahme wegen seiner zweiten Infektion. „Richtig hässlich das Ganze. Ich konnte nicht atmen“, sagte der 58-Jährige.

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„Ich konnte kaum zwei Worte rausbringen, ohne einen Hustenanfall zu bekommen. Am Ende entwickelte sich daraus auch eine Lungenentzündung. Wenn ich also im Krankenhaus blieb, sagten sie: ‚Okay, wir können Sie hier behalten, aber Sie kämpfen mit zwölf anderen Leuten um ein Bett und ein Beatmungsgerät, das wir nicht haben, also was wollen Sie tun?‘ Ich sagte: ‚Nun, ich muss atmen und ich muss schlafen.‘ Zu diesem Zeitpunkt behandelt man also nur noch die Symptome. Man kann nichts anderes tun, als mit einem Inhalator und ein paar Antibiotika die Lungenentzündung zu bekämpfen. Und dann schnall dich an!“

Bereits die erste Infektion setzte ihm zu: „Ich habe noch immer mit den Nachwirkungen zu kämpfen“, sagte er damals. „Ich habe es überlebt, aber es war nicht schön. Damit musste ich mich definitiv auseinandersetzen.“ Im November 2020 beklagte Keenan, dass politische Führer das Maskentragen als politischen Akt missbrauchen und die Risiken des Virus öffentlich herunterspielten. „Es hat eine gewisse Logik, auf den anderen aufzupassen“, sagte er. „Ich habe mehr Fragen als Antworten. Die Idee, sich vorübergehend zu isolieren und wirklich an der Isolation festzuhalten, scheint zu funktionieren.“ Er fuhr fort: „Aber wir neigen dazu, ziemlich arrogant zu sein. Ich habe das Gefühl auf taube Ohren zu stoßen.“


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