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Metallica ließen Hunde nach Corona-Infizierten suchen

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Das Risiko für Bands, in Zeiten der Coronapandemie auf Tour gehen, ist durchaus beträchtlich. Denn ein Ausbruch von COVID-19 während einer Konzertreise kann immer bedeuten, dass die Tournee abgebrochen werden muss. Und das ist dann mit finanziellen Verlusten verbunden. Kein Wunder also, dass manche Gruppen wie Metallica, Tool oder The Black Keys kein Mittel ungenutzt lassen, um solchen Fällen vorzubeugen.

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So haben die genannten Bands einem Bericht des „Rolling Stone“ zufolge Spürhunde bei Konzerten eingesetzt, um Leute ausfindig zu machen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Die Hunde werden dabei jedoch nicht auf die Zuschauer angesetzt. Es geht darum, Infizierte innerhalb des Tour-Trosses aufzuspüren — sprich: Bühnenarbeiter, Merchandiser, Catering-Mitarbeiter und alle, die hinter die Bühne kommen. Metallica greifen hierbei auf die US-Firma Bio Detection K9 zurück, die bei den Shows in Fort Lauderdale, Atlanta sowie den beiden Heimspielen in San Francisco zum 40. Band-Jubiläum ihre Hunde schickten.

Fellnasen mit Skills

„Klopf auf Holz — bislang haben die Hunde die Erwartungen übertroffen“, kommentiert John Peets vom Metallica-Management Q Prime. „Keinem Hund ist jemand durch die Lappen gerutscht.“ Das Unternehmen arbeitet schon seit über zehn Jahren mit dem US Department Of Agriculture zusammen, um Viren, Bakterien und Pilze auszumachen. Nun plant die Firma, ihre Aktivitäten international auf kulturelle und sportliche Events auszuweiten, damit diese Veranstaltungen sicher stattfinden können. Dabei trainiert Bio Detection K9 seine Spürhunde speziell auf COVID-19 und seine verschiedenen Varianten. Auf saisonale Grippen oder Erkältungen sprechen die Vierbeiner gar nicht an.

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Wie genau so eine Durchsuchung nach Corona-Infizierten bei einem Konzert vonstatten geht, erklärt Wade Morrell von der Mutterfirma Priority One Canine, die kürzlich Bio Detection K9 aufgekauft haben. Demnach gäbe es bei einem typischen Stadion- oder Hallenkonzert rund hundert Mitarbeiter. „Und um diese zu durchsuchen, braucht es ungefähr fünf Minuten. Es dauert länger, alle aufzureihen und zu testen, als mit den Hunden an der Reihe entlangzugehen und sie riechen zu lassen.“ Dabei stellen sich die Mitarbeiter im Abstand von circa 1,5 Metern auf und nehmen die Maske ab, die sie in den letzten zehn Minuten getragen haben. Die Hunde gehen dann an den aufgereihten Mitarbeitern entlang und schnüffeln an den Masken. Darin befände sich ein konzentrierter Geruch, der die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Hunde ihn wahrnehmen.

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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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