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Trevor Strnad: Benediction-Sänger spricht über Depressionen

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Benediction-Frontmann David Ingram hat sich nach dem unvermittelten Tod von The Black Dahlia Murder-Sänger Trevor Strnad zu Wort gemeldet. Er könne nun nicht mehr schweigen. Denn vor 22 Jahren habe sich seine Schwester das Leben genommen, was den Briten in eine schwere Depression stürzte — fast mit fatalem Ausgang. Deswegen sei es so wichtig, dass man seine dunkle Gedanken nicht für sich behalte, sich Hilfe suche und/oder mit jedem darüber rede.

Hilfe suchen

„Trevor Strnad war ein echt cooler Typ“, beginnt Ingram seine Ausführungen. „Und sogar bevor ich wieder bei Benediction einstieg, hatte er viele liebe Worte für mich übrig. Ein wahrer Gentlemen hat uns verlassen. […] Hier ist also meine Geschichte. Im Jahr 2000 nahm sich meine Schwester Sarah das Leben. Es war niederschmetternd. Das und die folgenden Nachwehen betrafen mich auf so vielen Ebenen. […] Der mentale Zusammenbruch und die anschließende ernste Depression lähmten mich für Jahre. Meinen Tiefpunkt erreicht ich 2008. Ich versuchte, mir mein Leben mit einer Überdosis zu nehmen. Ich überlebte zum Glück. An diesem Tag, in diesem Moment ließen mich ein Stück Musik und Textzeilen das, was ich getan hatte, bereuen. Also ging ich in eine Klinik. Ich werde dem Komponisten immer dankbar sein.

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Sie wissen Bescheid. Sodann bekämpfte ich die schwarze Wolke der Depression viele Jahre lang, und besiegte sie letztendlich 2021. Wie gesagt, ich hatte Glück. Aber es gibt so viele, die kein Glück hatten. Deswegen mache ich dies öffentlich. Ich will mich hier nicht als guter Kerl darstellen, sondern damit hoffentlich jemandem helfen, der im Stillen von geistigen Problemen gebeutelt wird. All jenen Leute sage ich: Ihr seid nicht allein. Bitte sprecht mit jemandem. Ihr könnt sogar mit mir reden. Ich werde immer zuhören und euch nie den Rücken zukehren.“ Eine Liste mit Hilfe-Hotlines in diversen Ländern hat Ingram in die Kommentare gepostet. Darüber hinaus bot David an, mit Organisationen aus der Musikszene zusammenzuarbeiten, um ein Bewusstsein für derartige Probleme zu schaffen.

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Du suchst selbst Hilfe oder kennst jemanden, der suizidgefährdet ist? Telefonseelsorgestellen sind jederzeit unter 0800‐1110111 oder 0800‐1110222 kostenlos erreichbar. Bundesweite Beratungseinrichtungen speziell für Kinder und Jugendliche sind jederzeit unter 0800-­1110333 kostenlos erreichbar. Online‐Hilfsangebote sind jederzeit im Internet erreichbar unter www.telefonseelsorge.de oder www.suizidpraevention-deutschland.de.

Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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