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Exklusives Metallica-Album nur in METAL HAMMER 08/2021

Von Dave Evans bis Brian Johnson: Diese Musiker spielten bei AC/DC

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Das Besetzungs-Karussell: Die Anfangstage 1973-1974

Die Young-Brüder Angus und Malcolm gründeten die Band 1973 mit dem älteren Sänger Dave Evans und Drummer Colin Burgess. Außerdem spielte Larry Van Kriedt, ein Multiinstrumentalist und Freund von Angus Young, den Bass. Damit war die Urkonstellation der größten Rock-Band gefunden. Doch AC/DC machten noch nie vor tiefgreifenden Besetzungswechsel halt.

Burgess flog schon früh raus: Er hat vor einer Show Anfang 1974 zu viel getrunken. Aushilfe Ron Carpenter war nur eine Übergangslösung. Hier zeigt sich schon früh der Ehrgeiz der Band: AC/DC sind keine Spaßtruppe, sondern Business. Diesem Credo fiel Van Kriedt zum Opfer. Noel Taylor (Schlagzeug) und Neil Smith (Bass) wurden aufgrund ihrer Erfahrungen von der Band Jasper eingestellt. Kein böses Blut: Larry Van Kriedt halft 1975 noch mehrfach am Bass aus, auch weil Taylor und Smith wegen musikalischer Unstimmigkeiten wieder gefeuert werden. Das Karussell dreht sich weiter! Peter Clack und Robert Bailey übernehmen die Drums beziehungsweise den Bass. Schon durcheinander? Es kommt noch bunter.

Star-Allüren: 1975

Während in der Rhythmus-Fraktion ein wenig Ruhe einkehrte, bereitete jetzt Dave Evans Sorgen. Evans weigerte sich aufzutreten und brach Gigs ab. 1974 wurde der Sänger rausgeworfen und Ronald Belford ‘Bon‘ Scott rekrutiert. Er hing bereits zuvor viel mit der Band herum und war für den Posten am Mikrofon geeignet. Das war Glück, denn Auftritte im Vorprogramm von Black Sabbath und eine Albumproduktion standen an.

Während den Aufnahmen zum Debüt HIGH VOLTAGE wurden Clack und Bailey entlassen. Malcolm Young spielte die Bass-Linien lieber selbst ein und Sessiondrummer nahmen die Beats auf. Merke: Wir sind immer noch im Jahr 1975! Mark Evans – nicht verwandt mit dem ehemaligen Sänger – und Phil Rudd übernahmen die Problemzonen von AC/DC und absolvieren einige Festivalauftritte mit der Band.

Goldstatus, mehr Alben und ein neuer Bassist: 1975-1976

AC/DC legten in den 70ern ein hohes Tempo vor und veröffentlichten T.N.T., DIRTY DEEDS DONE DIRT CHEAP und LET THERE BE ROCK. Mit Auftritten in England sowie Deutschland erreichten die Australier Ruhm in Europa. Die Band fiel insbesondere durch Scotts perverse Texte und Angus Youngs Nudismus auf. Wer nicht auffiel, war nicht bandtauglich. So wurde Bassist Mark Evans nach den Aufnahmen zu LET THERE BE ROCK durch Cliff Williams ausgetauscht.

Einreiseverbote & Rockstar-Leben: 1977-1979

Durch Scotts Vorbestrafungen durften AC/DC erst nach langem Hin und Her in den Vereinigten Staaten spielen. Als sie sich für weitere Studioaktivitäten im Winter 1977 in ihre Heimat zurückzogen, musste Cliff Williams draußen bleiben – kein Visum für den Briten. Er spielt schlussendlich nur wenige Töne von POWERAGE ein, doch blieb bis heute festes Bandmitglied. Bon Scott wiederum war ausgelaugt: zu viele Partys, zu viel Alkohol machten ihm zu schaffen. Auch Phil Rudd wurde mehrfach ins Krankenhaus eingeliefert: Schuld waren mentale Probleme durch Drogenkonsum. Trotz dieser Probleme entstand 1979 HIGHWAY TO HELL.

Der Tod von Bon Scott und die Auferstehung in Schwarz: Das Schicksalsjahr 1980

Bon Scott starbt am 19. Februar 1980 in London nach einer exzessiven Party-Nacht. Wochen zuvor schrieb er noch Song-Texte für ein neues Album, das im März 1980 aufgenommen werden sollte. Mit großen Mühen arbeitete die Band weiter: Unter dem immensen Beschuss von Bewerbungs-Kassetten suchten sie einen neuen Sänger, den sie letzlich in Brian Johnson fanden. Selbst Bon Scott hatte von seiner Stimme geschwärmt, die er bei den Glam-Rockern Geordie gezeigt hatte. Die Entscheidung stand: AC/DC machten mit Johnson zusammen weiter. BACK IN BLACK räumte daraufhin alles ab – und Brian Johnson wurde von den Fans wohlwollend empfangen.

Ruhe in den Wilden Achtzigern

1983 verließ Rudd die Band nachdem er FLICK OF THE SWITCH einspielte. Mit einer Zeitungsannounce fanden die strebsamen Young-Brüder Simon Wright – und in dieser Konstellation waren AC/DC bis 1990 unterwegs. In dieser Zeit entstanden unter anderem Kooperation mit Stephen King und BLOW UP YOUR VIDEO. Malcolm Young brach allerdings im April 1988 auf der Bühne zusammen. Stevie Young übernahm zeitweise die Gitarre (merkt euch den Namen!). 1990 spielte Drummer Simon Wright mit Dio, da er von seinem Job bei AC/DC gelangweilt war. Malcolm und Angus registrieren dies missmutig – und ersetzten Wright durch Chris Slade.

Chris Slade und AC/DC veröffentlichen die Single ‘Big Gun‘, im Video spielt Arnold Schwarzenegger mit. Kurz darauf wird Slade wieder durch Rudd ersetzt, da dieser die längere Freundschaft zur Band pflegt – und ausnutzt. Ein ewiges Wechselspiel zwischen Slade und Rudd, dass hier noch nicht beendet ist.

Ruhe und Sturm

Die 90er Jahre sind weitestgehend ruhig. Mit BALLBREAKER, BONFIRE und STIFF UPPER LIP veröffentlicht die Band allerdings kommerziell recht erfolglose Alben. Nach einer Pause gingen AC/DC 2003 auf eine Clubtour. Gerüchte, das bald ein neues Album erscheinen, bewahrheiteten sich nicht. BLACK ICE erschien allerdings erst 2008.

2014: AC/DC vor dem Abgrund

Im April 2014 wurden Gerüchte laut, Malcolm Young habe einen Schlaganfall erlitten und die Band würde auseinanderbrechen. AC/DC dementierten jegliche Vorwürfe. Aber dann: Wenig später gab die Band doch bekannt, Stevie Young (wir haben es doch gesagt!) wird seinen Onkel an der Gitarre ersetzten. Malcolm leide aufgrund des Schlaganfalls an Demenz. ROCK OR BUST, an dem Malcolm Young noch mitgeschrieben haben soll, wurde im November 2014 veröffentlicht. Kurz darauf wurde bekannt, dass Phil Rudd Schwierigkeiten mit der neuseeländischen Justiz hätte – und erneut durch Chris Slade ersetzt werde.

Brian Johnson und Axl Rose – Sängerdrama 2016

Der größte Gau dann dieses Jahr: Im März 2016 mussten AC/DC ihre US-Tour unterbrechen, da Sänger Brian Johnson ein Gehörverlust drohte. Wie erst kürzlich bekannt gegeben wurde, ersetzt Guns N‘ Roses-Sänger Axl Rose Johnson für die verbleibenden 22 Konzerte der ROCK OR BUST-Welttour.

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