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Rammstein – das Interview zum neuen Album: METAL HAMMER 06/19

Vorgeschichte: Rückwärtsbotschaften und böser Einfluss

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Schon im beginnenden 18. Jahrhundert sprach man über den „Teufel in der Musik“, meinte damit aber eine ganz bestimmte Tonfolge in der Partitur.

Ganz anders wurde es Ende 1969. Ein Radio-DJ erhielt per Anruf die Ansage, dass Paul McCartney von den Beatles bereits seit drei Jahren tot und durch einen Doppelgänger ersetzt sei. Das beweise der Song ‘Revolution 9’ vom WHITE ALBUM (1968), wenn man ihn rückwärts abspiele. Das Ergebnis des prompt durchgeführten Tests sei tatsächlich eine ziemlich deutliche Botschaft gewesen: „Turn me on, dead man“.

Der Mythos der geheimen und satanischen Rückwärtsbotschaften auf Songs war geboren.

Die erste als absichtlich dokumentierte Rückwärtsbotschaft kann auf der B-Seite der PAPERBACK WRITER Single (1966) der Beatles gefunden werden. Am Ende des Songs ‘Rain’ ist John Lennons Stimme tatsächlich rückwärts zu hören.

Von nun an spielten immer Bands mit solchen Rückwärtsbotschaften – doch die Jagd auf geheime Botschaften hatte Schattenseiten. So wurde dem Queen-Hit ‘Another One Bites The Dust’ unterstellt, die Titelzeile ergebe rückwärts „it’s fun to smoke marijuana“ und würde zum Drogenkonsum aufrufen.

Wirklich ernst wurde es 1981: Led Zeppelin wurden von einem christlichen DJ ins Visier genommen, der ihren Klassiker ‘Stairway To Heaven’ rückwärts plötzlich so verstand:

„Here’s to my sweet satan
The one whose little path would make me sad,
whose power is satan
He will give those with him 666
There was a little toolshed
where he made us suffer, sad satan“

Damit war die Jagd auf satanische Botschaften eröffnet und wurde in den USA mit erstaunlichem Elan fortgeführt. Es wurde sogar versucht, dieses so genannte Backmasking per Gesetz zu verbieten oder verdächtige Platten mit einem Warn-Sticker zu versehen.

Einen Höhepunkt erreichte die allgemeine Aufregung, als Serienkiller Richard Ramirez nach der Ermordung von 14 Menschen erklärte, AC/DC hätten ihn mit dem Album HIGHWAY TO HELL zum töten animiert. Schnell wurden der Band satanisches Backmasks unterstellt – doch AC/DC konterten locker, dass dazu das Album auch vorwärts gespielt werden könne. Es hieß ja schließlich schon HIGHWAY TO HELL. Da brauche man nichts rückwärts zu verstecken.

Noch weiter ging es später bei Judas Priest. Eltern aus Nevada verklagten die Band, weil sich ihre beiden Söhne gemeinsam umgebracht hatten. Der Song ‘Better By You, Better Than Me’ (von STAINED CLASS, 1978) habe die Kinder mit unterschwelligen Botschaften dazu getrieben, argumentierten die Eltern. Die Band-Antwort war smart: Wenn sie so beeinflussen könnten, würden sie wohl eher sagen „kauft unsere Alben“, anstatt die eigenen Fans in den Tod zu treiben.

Mit dem Siegeszug der CD ging es dann langsam zu Ende mit der Annahme geheimer Rückwärtsbotschaften und selbst kirchliche Gruppen erklärten, dass man mit genug bösem Willen selbst in einem rückwärts laufenden Kirchenlied noch Anstößiges finden könne.

Die Argumentationslinie, Musiker und Bands würden Jugendliche zu Gewalttaten anstiften, hält und hielt sich hartnäckig.

 

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Judas Priest: K.K. Downing und Richie Faulkner im Clinch

K.K. Downing ist mal wieder zu weit gegangen. Jüngst mutmaßte der ehemalige Judas Priest-Gitarrist, dass sein Nachfolger an den sechs Saiten, Richie Faulkner, sowie Drummer Scott Travis und Glenn Tipton-Ersatzmann Andy Sneap Lohn von Judas Priest bekommen würden. "Mir erscheint es auch falsch, dass Scott, Richie und Andy keine vollwertigen Bandmitglieder sind, sondern nur Angestellte", sagte Downing im Interview mit bleeding4metal.de. Faulkner hat nun mit einem Statement via Twitter reagiert, in dem er die Dinge gerade rückt. "Bezüglich eines aktuellen unwahren Artikels - ich weiß nicht, warum irgendjemand meint, er habe das Recht öffentlich über die finanziellen Einkünfte von anderen…
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