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Wacken Open Air bekommt festen Boden

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Es ist ein Dauerthema beim Wacken Open Air: Immer, wenn es richtig fest schüttet, werden Festival-Gelände und Camping-Plätze zu Schlammlandschaften. Dieser Problematik wollen die Macher nun entschlossen entgegentreten. „Metalheads, wir haben euch gehört – und wir wollen liefern!“, schreiben die Organisatoren des Wacken Open Air in einer aktuellen News-Meldung.

Kampf dem Matsch

„In vier Monaten ist es so weit: Das Infield wird endlich wieder feierlich eröffnet und die Erstürmung des Holy Ground beginnt. Seit Monaten arbeiten wir an der Weiterentwicklung des Festival-Geländes und haben dabei, wie jedes Jahr, natürlich auch euer Feedback in die Planungen miteinbezogen. Heute möchten wir euch erste Maßnahmen präsentieren, die zum Teil echte Neuheiten für das W:O:A bedeuten.“

So wollen Holger Hübner, Thomas Jensen und Co. ein „Plattensystem vor den beiden Hauptbühnen“ verlegen lassen. „Wir versehen das Infield mit einer großen Abdeckung! Eine 10.000 Quadratmeter große Fläche vor den beiden Hauptbühnen wird mit festen Platten abgedeckt. Sowas gab es in Wacken noch nie! Damit wollen wir wetterunabhängig für eine gute Bodenbeschaffenheit in dem stark genutzten Bereich vor der Faster und der Harder Stage sorgen und gleichzeitig den Holy Ground schonen.“

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Das reicht den Veranstaltern aber noch nicht, sie haben noch mehr vor: „Dieses Jahr werdet ihr bis zu 80 Prozent der Strecke von eurem Zeltplatz bis zur Wacken Plaza auf befestigten Wegen zurücklegen können. Von insgesamt gut 13,5 Kilometer befestigten Wegen, die vom Vorplatz des Infields (Wacken Plaza) zu den verschiedenen Campingflächen führen, werden 6,7 Kilometer temporär befestigt sein. Das sind 3,7 Kilometer mehr, als noch 2025. Zudem ist ein neuer geschotterter Rettungsweg von über 800 Meter Länge auf dem Gelände in Planung.“

Besseres Zurechtfinden

Darüber hinaus ist ein neues Lichtsystem zur Orientierung auf dem Gelände in Planung: „Verschiedenfarbige Lichterketten sollen die Hauptrouten auf dem Gelände kennzeichnen, um eine Orientierung zu verbessern. Diese Routen werden zudem auf Geländeplänen und in der W:O:A-App klar aufgeführt sein und sollen zu einer erhöhten Nutzung der befestigten Strecken und damit gleichzeitig zu einer Schonung der zusätzlichen, nicht befestigten Wege führen.“

Außerdem wollen sich die Wacken-Ausrichter verstärkt dem Bereich für Menschen mit Beeinträchtigungen widmen: „Mehr als vier Mal so viele temporäre Boden- und Wegebefestigungen (unter anderem durch Stahlplatten) sind für unsere Wheels Of Steel-Area geplant, um auch dort die Mobilität deutlich zu verbessern. Hier stocken wir auf insgesamt gut 3500 Quadratmeter auf.“

Weiter testen die Veranstalter ein neues Mittel gegen den Morast: „Wir ihr schon über unsere Social-Media-Kanäle erfahren habt, werden ganz aktuell Hanfschäben (die verholzten Rückstände der Pflanzenstängel) einer regionalen Firma getestet, die zusätzlich zu den bereits bekannten Hackschnitzeln punktuell eingesetzt werden könnten, um ebenfalls die Beschaffenheit matschiger Flächen zu verbessern. Die Hanfschäben sollen bis zu 30 Prozent mehr Feuchtigkeit aufsaugen und könnten im Anschluss an das Festival rückstandsfrei von den Flächen entfernt und nachhaltig als Baustoff genutzt werden.“

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All diese Themen gehen die Organisatoren für die Besucher an: „Es ist uns wichtig, das Festival fortlaufend zu optimieren, in die verschiedenen Bereiche zu investieren und es auch in diesem Jahr für euch spürbar weiterzuentwickeln. Der Fokus von uns und unserem gesamten Team liegt jedes Jahr darauf, das Beste für unsere Gäste, unsere Wacken-Family zu geben.“


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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