Toggle menu

Metal Hammer

Search
Spezial-Abo

“Wenn dafür im Metal Platz ist, dann ohne mich!”: Robb Flynn verurteilt den Hitlergruß von Phil Anselmo

von
teilen
twittern
mailen
teilen

 Machine Head-Frontmann Robb Flynn hat sich ein elfminütigen Video-Botschaft an seine Fans und Phil Anselmo gewendet und den Hitlergruß des ehemaligen Pantera-Sängers scharf verurteilt. Gleichzeitig wirft er der Metal-Community in den USA vor, zu wenig gegen Rassismus und die Passivität gegenüber solchen Äußerungen zu tun, welche in einigen Teile der Szene grassieren würde.

Kein Weißwein

Robb Flynn stellt zunächst klar, dass die Ausrede des offensichtlich schwer betrunkenen Phil Anselmo, der „White Power“-Ausruf ”sei nur ein Witz gewesen, weil man Backstage Weißwein getrunken habe“, eine ziemlich schlechte ist. Es habe keinen Weißwein beim Dimebash 2016 gegeben. Zudem sei Anselmo bereits zuvor durch einen rassistischen Kommentar gegenüber dem Machine Head-Fronter aufgefallen, der zu hören bekam, dass der Down-Sänger die „Nigger-Ära“ von Machine Head gehasst habe – eine Äußerung, die nicht nur in den USA einen heftigen, rassistischen Geschmack hat. Er verurteilt das Verhalten von Anselmo scharf, stellt aber auch eine weitere wichtige Frage: Warum prangert die Metal-Community den Vorfall nicht heftiger an?

„Solange ich lebe, werde ich keinen Pantera-Song mehr spielen.”

Passive Metal-Community

Wie Robb Flynn betont, stört ihn das überdeutliche, laute Schweigen der Metal-Szene in den USA. Fans würden den Vorfall in den sozialen Netzwerken herunterspielen und Magazine wie metalsucks.net für ihre deutliche Positionierung angreifen. Flynn betont, dass es seiner Ansicht nach nur in der Metal-Szene möglich sei, so einen Vorfall auf diese Weise herunterzuspielen. “Wenn das Chad von Nickelback gewesen wäre, wenn das Justin Bieber gewesen wäre, wenn das Tom Brady [Quarterback der New England Patriots, Anm. d. Red.] oder Lars Ulrich gewesen wären, würden Köpfe rollen”, so der Machine Head-Frontmann.

“Genug ist genug”

Er schließt mit der Aussage, dass er nicht versteht, wie diese Handlung als ‘akzeptabel’ angesehen werden kann. Er betont, dass er Phil Anselmo nicht das Recht der freien Meinungsäußerung nehmen wolle [der Hitlergruß steht in den USA nicht wie in Deutschland unter Strafe, Anm. d. Red.], aber dieses Recht würde ihn nicht von der Kritik an seiner Meinung schützen. Er unterstreicht: “Jeder der sich davon nicht angegriffen gefühlt hat: Fick dich! Es gibt für diesen Mist keinen Platz im Metal. Und wenn es ihn gibt? Dann ohne mich! Auf Wiedersehen Phil Anselmo. Solange ich lebe, werde ich keinen Pantera-Song mehr spielen.”


teilen
twittern
mailen
teilen
Das Metal-Jahr 1990: Am Scheideweg

Die komplette Liste findet ihr in der METAL HAMMER-Juliausgabe, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft per Mail bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo! *** Bleib du Zuhause, wir kommen zu dir! Keine METAL HAMMER-Ausgabe verpassen, aber nicht zum Kiosk müssen: 3 Hefte zum Sonderpreis im Spezial-Abo für nur 9,95 €: www.metal-hammer.de/spezialabo Ladet euch die aktuelle Ausgabe ganz einfach als PDF herunter: www.metal-hammer.de/epaper Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung *** AC/DC THE RAZORS EDGE Eines dieser Alben, die man bereits nach einer halben Sekunde…
Weiterlesen
Zur Startseite