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Wie Motörhead-Produzent Cameron Webb fast seinen Job verloren hätte

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INFERNO war das erste Album von Motörhead, das von Cameron Webb produziert wurde. Alle darauffolgenden Alben wurden ebenfalls von ihm produziert und er gilt als enger Vertrauter der Band. Aufgrund eines Missverständnisses wäre aber fast alles ganz anders gekommen.

Im Gespräch mit „Produce Like A Pro“ plauderte Cameron Webb aus dem Nähkästchen und erzählte, dass er schon immer ein Motörhead-Album aufnehmen wollte und sich deshalb an Manager Todd Singerman wandte. Eines Tages kam dann der erhoffte Anruf und es wurde ein Dinner vereinbart, bei dem Motörhead feststellen wollten, ob sie den potenziellen Produzenten mögen oder nicht. Doch genau hier trat Cameron Webb in ein großes Fettnäpfchen.

Rock’n’Roll statt Heavy Metal

Webb wollte sich vor dem Treffen eigentlich noch besser vorbereiten, als er jedoch feststellte, wie viele Alben Motörhead veröffentlicht hatten, wollte sich Webb voll und ganz auf sein Wissen über Motörheads frühen Jahre verlassen. Beim Dinner erzählte er dann seine Vision vom nächsten Album:

Ich saß also beim Dinner, aß mein Steak und verkaufte mich. Ich erzählte ihnen, dass ich ein hartes Album produzieren wollte, das fast schon nach Metal klingt. Lemmy schaute mich daraufhin an und sagte: ‚Cameron, wir sind eine Rock’n’Roll-Band. Wir sind keine Heavy-Metal-Band.‘

Das war es also gewesen, da war sich Webb sicher. Doch überraschenderweise gab es doch noch ein Happy-End: Am Tag nach dem Dinner erhielt er einen Anruf mit der Einladung zur Probe. Und der Rest ist Geschichte, wie es so schön heißt: Seit INFERO hat Cameron Webb jedes Album produziert und das Vertrauen der Band gewonnen.

Interview mit Cameron Webb

Die METAL HAMMER Januar-Ausgabe 2017: Lemmy, Metal-Rückblick 2016, Max & Iggor Cavalera, Special: Metal-Familien

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