Zur Kiss-Einführung: Rock And Roll Hall Of Fame verteidigt Entscheidung

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Ob das gut überlegt war? Die Rock And Roll Hall Of Fame sorgte durch die – eigentlich längst überfällige – Aufnahme von Kiss in letzter Zeit vor allem für Negativschlagzeilen. Mit der Entscheidung, nur die Gründungsformation der Band einzuführen, haben die Verantwortlichen es nämlich geschafft, jedes (ehemalige) Kiss-Mitglied zu verärgern und neue bandinterne Streitigkeiten anzufachen.

Trotz aller Kritik verteidigt Joel Peresman, Geschäftsführer der Rock And Roll Hall Of Fame Foundation die Entscheidung, nachdem Paul Stanley sich gegenüber dem Rolling Stone beschwert hatte.

„Ich verstehe seinen Standpunkt völlig. Was er nicht versteht, ist, dass bestimmte Bands für ihr gesamtes Werk, bis zum Tag bevor sich das Nominierungskommittee trifft, nominiert sind. Das sind Bands, die sich noch entwickeln und neue Wege einschlagen. Bei Kiss haben wir nicht mit einer einzigen Person gesprochen, die nicht dachte, dass wir diese Typen wegen der ursprünglichen vier Mitglieder aufnehmen sollten. Es ist eine unfassbar einzigartige Situation. Mir fällt keine andere Band außer Gwar ein, deren Mitglieder verkleidet sind„, so Peresman laut Blabbermouth.Im Grunde gibt es die neuen Mitglieder, die die zwei anderen Musiker, die eingeführt werden, exakt kopieren und Musik spielen, die sie kreiert haben. Ich schätze, wie Tommy und Eric die Lücken gefüllt haben und wie sie die Dinge tun. Sie sind gute Musiker und ich bin mir sicher, dass sie tolle Typen sind, aber sie kopieren an sich nur die beiden Mitglieder, die aufgenommen werden. Wie hätten wir Ace und Peter danach fragen können, den Preis zu akzeptieren und dann andere Leute ihre Musik spielen lassen? Sie wären vermutlich nicht mal gekommen. Sie waren deutlich diesbezüglich. Offen gesagt bin ich sehr sehr froh, dass Kiss aufgenommen wird. Es hätte vor einiger Zeit schon passieren sollen. Die Vier werden auf die Bühne kommen, ihren Preis annehmen, sagen, was sie sagen wollen und dann lassen wir das hinter uns.“

Was wohl als Versuch der Beschwichtigung gedacht war, provozierte Paul Stanley aber anscheinend nur noch mehr. Davon überzeugt, dass die Verantwortlichen Kiss einfach nicht leiden können, schrieb er auf kissonline.com:

„Die Rock And Roll Hall Of Fame versucht weiter, ihre fragwürdige Glaubwürdigkeit wiederherzustellen und schaut mit Unsinn und Halbwahrheiten hinter der Fassade hervor. Die Wahrheit ist, dass Joel Peresman und der Rest der Entscheidungstreffer sich geweigert haben, irgendjemanden der früheren Kiss-Mitglieder und vor allem den verstorbenen Eric Carr und Bruce Kulick mit aufzunehmen, die beide während Multi-Platin-Alben und weltweiter Touren in der Band waren und keine Make-Up getragen haben. Es führt kein Weg an der Realität vorbei, dass die Begünstigungspolitik und bevorzugende Behandlung der Hall Of Fame so weit geht, dass Grateful Dead gefragt werden, wie viele Mitglieder von der Hall Of Fame eingeführt werden sollen und ihren Anweisungen Folge geleistet wird, während auch ein Songwriter mit aufgenommen wird, der nie wirklich in der Band war. Lasst uns einfach die Wahrheit akzeptieren, wie sie ist und nach vorne schauen.“

>>> Wie das ganze Chaos begann, könnt ihr hier lesen.

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