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All That Remains, The Haunted, Deadlock Live Bericht

All That Remains + The Haunted + Deadlock 29.01.2009, Hamburg, Knust



Die Mischung macht’s: Ostbayerischer Death Metal von Deadlock, Göteborg-Gedresche von The Haunted und lupenreiner Ami-Metalcore von All That Remains füllt das proppenvolle Hamburger Knust, das einen der intensivsten Konzertabende seit Langem erlebt. Die schwedisch-amerikanische Co-Headliner-Tour war bereits Tage zuvor ausverkauft und zog so viel Interesse auf sich, dass das Konzert kurzerhand live im Internet übertragen wurde – natürlich auf www.metal-hammer.de!



Absolut bemerkenswert: Schon beim Support Deadlock fängt das Publikum Feuer und zerlegt sich gegenseitig zu Kleinholz. Kein Wunder, denn der bayerische Sechser spielt bis zum Anschlag motiviert sein (leider ziemlich kurzes) Set und beweist, dass Deadlock klar zur besseren Hälfte deutscher Metal-Kapellen gehören. Auch wenn die Nummer mit dem Männlein-Weiblein-Wechselgesang seit ein paar Jahren durch ist – bei den Jungs (plus Mädchen) hört man sich das doch gerne noch mal an.



Viel gerner jedoch hört man The Haunted, die als nächstes an der Reihe sind. “The Haunted spielen vor All That Remains?!” fragt sich der ein oder andere Metalhead (vielleicht sogar zu Recht) an diesem Abend. Mögen die Jungs aus Massachusetts zuhause ähnlich populär sein wie Killswitch Engage, hätte man hierzulande doch eher die genialen The Haunted auf dem Hauptslot erwartet. Sei’s drum – beide spielen eine Stunde, Co-Headliner-Tour macht’s möglich. Zuerst geben also die schwedischen Bierbäuche von The HauntedVollgas und ballern so ein energetisches Set ins Volk, dass die Kinnlade herunterfällt. Zwar gibt’s hauptsächlich Songs der jüngeren (Meister-)Werke, doch die Zeit ist knapp und großartig ist es allemal. Sexy: Peter Dolvings beachtlicher Bierbauch, den der Stimmbandberserker zur Feier des Tages mitrocken lässt.



Ganz andere Körperkultur legen im Anschluss All That Remains an den Tag: Sänger Philip Labonte ist durchtrainiert bis unters tief ins Gesicht gezogene Käppi und stellt einen krassen Gegensatz zum eher dickwanstigen Vorgänger dar. Anfangs weicht leider auch der Sound von All That Remains deutlich vom satten, gut abgemischten The-Haunted-Inferno ab, so dass Labontes Gesang völlig in Kakophonie versinkt. Als das Problem jedoch behoben ist, machen schließlich auch All That Remains mächtig Laune und geben ihren Fans (die natürlich deutlich jünger sind als die von The Haunted) eins aufs Käppi. Erfreulich: Die Stärke der Band (brillante Melodien) kommen auch live hervorragend zum Tragen und verwandeln den siedenden Saal in eine Mitgröl-Arena.



Drei tolle Bands, ein toller Konzertabend, alle glücklich. Als ästhetisches Highlight entpuppt sich schließlich abermals The Haunted Sänger Dolving, als er sich nach der obligatorischen Dusche in karierter Pyjama-Hose unters Volk mischt. In punkto Coolness sind die Schweden ihren amerikanischen Kollegen eben ein paar Schritte voraus.





Bilder aller drei Bands findet ihr oben in der Galerie, die Setlists weiter unten!





Benjamin Foitzik





Weitere Live-Reviews:

+ Soulfly + Incite in Köln

+ Grave Digger + Alestorm + Taletellers in München

+ Soilwork + One-Way Mirror in Wien





Setlist The Haunted:

Little Cage

The Drowning

Trespass

Intro Premonition

The Flood

The Medication

Moronic Colossus

Intro Boots

D.O.A.

All Against All

In Vein

Trenches

Dark Intentions

Bury Your Dead

Fault Line

99

Hate Song



Setlist All That Remains:

Air That I Breathe

Undone

Catalyst

Not Alone

Weak Willed

Chiron

It Dwells

Before The Damned

Indictment

Six

Salvation

We Stand

Two Weeks

This Calling



(Bilder: (c) B. Foitzik)

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