Alben
Slash
Apocalyptic Love
Rock
von Sebastian Kessler
Foto:
Nuclear Blast/Warner
Korpiklaani - Ukon CD-Cover
Ein Korpiklaani-Album ist immer ein bisschen wie Silvester: Es kommt jedes Jahr, alle sind betrunken und feiern, aber so richtig Bock drauf hat kaum noch jemand, weil es immer wieder dasselbe ist. Und so, wie zum Jahreswechsel mal härter, mal gemütlicher gesoffen wird, unterscheiden sich auch Korpiklaani-Alben vor allem durch die Menge an Trinkliedern. UKON WACKA legt da gut vor: ‘Tequila’ steht voll in der Tradition von ‘Vodka’ und ‘Beer Beer’, dürfte in den Clubs also für lange Schlangen am Getränketresen sorgen.
Der guten Stimmung ebenfalls zuträglich: Im Vergleich zum direkten Vorgänger KARKELO hat die Band den Folk-Anteil wieder nach oben geschraubt. Akkordeon, Violine und Flöte dominieren in ‘Tuoppi Oltta’ und dem flotten Instrumental ‘Vaarinpolkka’. Am Ende gibt es mit ‘Surma’ dann ein fast schon progressiven Sechsminüter – ansonsten halten sich die Überraschungen in Grenzen. Und das ist okay so. Bei Korpiklaani weiß man einfach, was man bekommt, geht zunächst vielleicht ein wenig lustlos ran, sieht sich am Ende aber doch innen außen mit Bier bekleckert feiern. Wie zu Silvester eben.
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