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Hypocrisy CATCH 22 V2.0.08 Review

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Okay, ich gebe es zu: An sich gehöre ich nicht zur Zielgruppe dieser CD. Hypocrisys 2002er-Album CATCH 22 ist zwar unbestritten eines der ungewöhnlicheren im Katalog der schwedischen Death-Metaller, aber mir gefällt die punkige „Leck mich am Arsch“-Attitüde, die der damals ebenso frustrierte wie arbeitswütige Peter Tägtgren den Songs verordnete.

Bei den Fans sah und sieht das erwartungsgemäß anders aus: keine Keyboards, keine epischen Riffs – Daumen runter. Deswegen verordnete Peter Tägtgren den Songs jetzt eine Frischzellenkur: Im Rahmen der derzeit laufenden Wiederveröffentlichungswelle aller Hypocrisy-Klassiker nahm er sämtliche Gitarren-Parts neu auf, sang die Songs neu ein und wedelte mit seinem Produzenten-Zauberstab gründlich über das Ganze. Im Ergebnis meint die CD-Datenbank des MP3-Players immer noch, CATCH 22 vor sich zu haben – und irgendwie ist das auch gut so: Wer glaubt, diese musikalische Schönheits-OP mache aus dem ungeliebten Schmuddelkind ein Vorzeigeobjekt, ist naiv.

Den Songs (von denen an dieser Stelle noch einmal der geniale Rausschmeißer ‘All Turns Black’ erwähnt gehört) hat sie aber auch nicht geschadet, und wem vor allem der unterproduzierte Charme des Originals nicht zusagte, der wird mit der Version 2.0 vielleicht doch noch richtig glücklich.

Robert Müller

(Diese und viele weitere Rezensionen findet ihr in der METAL HAMMER Juni-Ausgabe!)


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