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Aborym PSYCHOGROTESQUE Review

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Album zwei nach dem Abschied von Mayhem-Röchler Attila Csihar sieht die Italiener Aborym ambitionierter denn je, und das nicht nur, weil Bassist Malfeitor Fabban erstmals selbst das Mikro bedient: PSYCHOGROTESQUE präsentiert sich als zehnteiliges Gesamtwerk mit ineinander fließenden „Songs“, wobei sich klassische Liedstrukturen eigentlich fast nie einfinden.

Aborym kombinieren rassige Black Metal-Attacken mit sonderbaren Keyboard-Sounds und gewagten Ausflügen.
Gehauchtes Italienisch in Teil vier, Gothic Rock in Part fünf, Saxofon in Abschnitt sechs, Techno in Kapitel acht: Genie und Wahnsinn liegen bei diesem Teil ziemlich dicht beieinander. Alles, was daran ins Proggige geht, funktioniert, die Industrial-Elemente hingegen wirken nicht besonders organisch. Und auch das Riffing kommt im Overkill der Arrangements gelegentlich erschütternd schlicht rüber.

Auf der Habenseite gibt es aber auch eine Menge zu entdecken: Zum einen die Vielfalt, das konstante Klangabenteuer, zum anderen die Atmosphäre, die das Groteske des Titels zwar angemessen bizarr umsetzt, aber nie zur Freakshow wird, sondern immer im Kern die psychotischen Elemente, die dem Black Metal inhärent sind, überzeugend rüberbringt. Abenteuerliches Teil, aber nicht ohne Klasse.

Robert Müller

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Dezember-Ausgabe des METAL HAMMER.


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