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Ufomammut
Oro: Opus Primum
Doom Metal
von
Chef-Zombie Rob gibt sich nach vier Jahren Album-Auszeit erneut die Ehre. Dabei versucht der Mann, der mittlerweile mehr für seine Film-Verdienste bekannt ist, auch gleich noch den alten Cinema-Connaisseur-Kunstgriff und spielt offensichtlich mit dem suggestiven Fortsetzungsgedanken seines Erfolgsalbums HELLBILLY DELUXE (1998). Doch HELLBILLY DELUXE II ist leider nicht „Helloween“.
Zwar fleddert das pluckernd-pumpende ‘Sick Bubble-Gum’ ein wenig The Knacks ‘My Sharona’, hat ‘Werewolf, Baby’ eine rotzige Glam-Punk-Attitüde, ‘Burn’ etwas zwingend Hypnotisches und reitet der Themen-Song zum leider nie zu Spielfilmlänge gereiften Grindhouse-Trailer ‘Werewolf Women Of The SS’ schön die Splatter-Surf-Welle – doch am Ende ist HELLBILLY DELUXE II insgesamt so inkonsistent und innovativ wie ein Leichenteil-Lager. Dem haucht auch die finale, knapp neun-minütige Score-Hommage (‘The Man Who Laughs’) an das expressionistisch angehauchte Paul Leni-Drama gleichen Namens von 1928 nicht mehr viel Leben ein.
Mag sein, dass die Zeiten für Industrial Metal eh vorbei sind und selbst ein sauberes Sequel heute nicht mehr die Begeisterung des 98er-Originals hätte auslösen können. Allerdings schafft Zombie im Umkehrschluss genau jene Art von Frischzellenkur im Rahmen seines Regie-Werks. Musikalisch jedoch braucht hier niemand mehr wirklich auf ein echtes „Fortsetzung folgt...“ zu hoffen.
Frank Thiessies
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