Welpenschutz war gestern – mit dem dritten Album ist man als Band volljährig, und das ist auch bei dieser bayerischen Thrash-Crew nicht anders. Nach den ersten Durchgängen von MASS CONFUSION stellt sich nur eine Frage:
Wo soll das alles noch hinführen? Das groovt alles so unglaublich fett, die Stimme klingt noch kehliger, die Riffs zwingender – Dust Bolt haben die vorhandenen Stärken (und dadurch auch ihre eigene Note) noch weiter herausgearbeitet. Und wessen innerer Nackenbewegungsmelder nicht anschlägt, sollte sich dringend untersuchen lassen. Geile genre-untypische Gitarreneinlagen wie in ‘Allergy’, das „Die drei (beziehungsweise vier) Stooges“-Intro von ‘Mind The Gap’ oder der Mörder-Refrain nebst schmuckem Suicidal-Break in ‘Turned To Grey’ sind nur wenige Details, mit denen die Songs gespickt sind, womit etwaiger Langeweile schon im Ansatz entgegengewirkt wird.
Und dann wäre da noch ‘Exit’ – ein balladesk angehauchter Song inklusive Classic Rock-Klampfen, der beim Debüt noch in weiter Ferne lag und jetzt dergestalt natürlich von der Hand geht, dass das ab-schließende ‘Masters Of War’ ebenfalls akustik-umverpackt wurde. Der dritte gelungene Wurf in Folge macht klar, dass Dust Bolt nur eine Richtung kennen: Nach vorne.
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