Steak Number Eight nennen „Bier, Kräuter, Mädchen und Natur“ als Einflussgeber. Und, tatsächlich: Das Viertwerk der belgischen Prog-Metaller gleicht einem berauschten Ausflug in finstere Landschaften.
Der Bierdurst übernimmt dabei die Anheizerrolle und ruft verquere Rhythmen, virtuose Soli, schräge Elektronik und sludgige Wucht hervor. Die Kräuter schaffen tiefenentspannte Atmosphäre, welche geheimnisvolle, orientalisch angehauchte Melodieführungen, Akustikgitarren, Flüsterlaute und schamanenhaften Gesang aufbauen. Und die Mädchen? Jene liefern die nötige Süße, damit die bis zu neunminütigen Epen trotz aller Dunkelheit mit lieblichen Momenten aufwarten und halbwegs nachvollziehbar bleiben. Obwohl die monumentalen Kompositionen Straffung hätten vertragen können und nicht immer so präzise wie Cult Of Lunas, Isis’ oder Pelicans Blaupausen ins Ziel treffen, schindet die Vielfalt Eindruck:
Von sich langsam aufbäumenden Post-Rockern (‘Knows Sees Tells All’) und hippie-haften Drogen-Trips (‘Principal Features Of The Cult’) über bedrückende Trauermärsche (‘Your Soul Deserves To Die Twice’) bis zu Grunge-Akzenten (‘Charades’) bedient KOSMOKOMA eine beachtliche Tastenanzahl der Kontrastklaviatur.
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