Peter Burtz: Der Vielseiter – 40 Jahre METAL HAMMER

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Das komplette Interview mit dem ehemaligen METAL HAMMER-Chefredakteur Peter Burtz anlässlich 40 Jahre METAL HAMMER findet ihr in der METAL HAMMER-Juniausgabe 2024, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

METAL HAMMER: Wann und wie bist du zum METAL HAMMER gekommen?

1983 kam das Desaster raus, ein Metal-Heft auf Zeitungspapier. Es gab vorher für Hard Rock keine professionelle Fachpresse, MTV oder gar das Internet als Informationsquelle. Ich bin also als 17-jähriger einfach ohne Anmeldung mit der S-Bahn zur Redaktion in Essen gefahren, weil ich da irgendwie mitmachen wollte. Bis dahin hatte ich zwar erst einen Artikel für eine Schülerzeitung geschrieben, bin von diesem Treffen aber mit einer Sporttasche voller Rezensionsplatten und zwei Interview-Terminen mit den Scorpions und Iron Maiden wieder nach Hause gefahren.

Dem Herausgeber Gerd Wiehagen kann man also heute eine Art Diamantenauge bescheinigen. Oder einfach totale Verzweiflung, ich bin mir nicht sicher. Bei einem Interview, das ich ein paar Monate später dem damaligen METAL HAMMER-Chefredakteur Charly Rinne gab, wurde er darauf aufmerksam, dass ich auch schreibe, und er hat mich zum METAL HAMMER geholt. Das war in den Anfangstagen des Hefts, zur dritten oder vierten Ausgabe 1984.

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Fortschreitende Differenzierung des Metal

MH: In welche Richtung wolltest du als Verantwortlicher das Blatt entwickeln, was verändern?

Ich bin als Feuerwehrmann gestartet, weil die langjährigen Stammkräfte Götz Kühnemund, Oliver Klemm und Edgar Klüsener zuvor gleichzeitig ihre Verträge gekündigt hatten. Es ist mir damals gelungen, alle drei weiter als freie Mitarbeiter an das Heft zu binden und parallel ein neues Team um erfahrene Redakteure wie Andrea Nieradzik oder Buffo Schnädelbach aufzubauen. Es kamen neue, talentierte Leute wie Robert Müller, Jörg Staude oder Stefan Glas dazu. Ich wollte das Heft gar nicht neu erfinden, sondern eher der fortschreitenden Differenzierung des Metal in immer weitere Subgenres redaktionell kompetenter Rechnung tragen.

METAL HAMMER-Autor Matthias Weckmann spricht im METAL HAMMER-Jubiläums-Podcast mit Peter Burtz unter anderem über seine Zeit als Chefredakteur und als Sänger der Band Steeler.

Schließlich konnte noch der konfuse Veröffentlichungsrhythmus abgestellt werden. Bei einer strikt 14-tägigen Erscheinungsweise und unterschiedlichen Monatslängen wusste irgendwann kein Metal-Fan mehr, wann genau er zum Kiosk gehen muss. Die Verkaufszahlen sanken. Dieses Problem war mit der Rückkehr zur monatlichen Publikation vom Tisch.

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Von Metal zu Comedy

MH: Ab 1999 hast du mit dem Stimmparodisten Elmar Brandt die ‘Gerd-Show’ für das Radio produziert – wie kam es zu dem Wechsel in den  Comedy-Bereich?

Ich war Ende der Neunziger Jahre gerade zu Sony gegangen, weil ich auch selbst produzieren und finanziell an Acts beteiligt sein wollte; bei EMI seinerzeit ein Ding der Unmöglichkeit. Mir war aufgefallen, dass es in Deutschland zwar über 1.000 regionale Radiosender gibt, aber außerhalb von Musik noch keiner auf die Idee gekommen war, überregional vermarktbare Radioinhalte zu produzieren. Mir war zugetragen worden, dass der damals noch völlig unbekannte Elmar Brandt ein großes Imitationstalent wäre.

Die ‘Gerd-Show’ haben wir uns gleich beim ersten Treffen ausgedacht. Schon zwei Wochen später liefen unsere täglichen Comedys bereits bei mehreren großen Sendern, die erste CD FKK erreichte die Top 20 in den Charts und wir erhielten den deutschen Comedy-Preis, alles innerhalb eines halben Jahres. Das bekam auch die deutsche Comedy-Szene mit, und so folgten zahlreiche Produktionen mit Gaby Köster, Johann König, Rötger Feldmanns ‘Werner’ und vielen anderen.

Wie Peter generell zur Musik gekommen ist, wie seine Karriere mit Steeler verlief und was er sonst noch alles gemacht hat, lest ihr in der METAL HAMMER-Juniausgabe 2024, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

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(c) Artfoto
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