KI ist mittlerweile auch in der Musik angekommen. Kein Wunder, dass immer mehr Musiker dazu befragt werden und sich Gedanken darüber machen. Horror-Rocker Alice Cooper gehört ebenfalls dazu und teilt im Interview mit Trunk Nation With Eddie Trunk seine Meinung zu KI-generierter Musik.
Der perfekte Rock-Star
Er sagt: „So sieht es aktuell aus: Ich könnte jetzt einen Rock-Star erschaffen. Ich könnte einen Yungblud erschaffen – einen Typen, der sehr ansprechend ist, rockig, knallhart, gutaussehend. Ich könnte einen Kerl namens Starboy erschaffen und ihn gut aussehen lassen. Aber er existiert nicht.
Ich könnte der Künstlichen Intelligenz sagen, dass ich will, dass er wie Tom Petty und Freddie Mercury klingt. Und wie das Album zu klingen hat, und wie sie die Lieder schreiben soll. Dann hat man einen Rock-Star, der nicht existiert und ein Album, das nur in dieser Welt existiert“, führt der Musiker aus.
Kein Herz
Cooper stellt sich die Frage: „Aber was passiert, wenn sich das Album verkauft? Wer bekommt das Geld? Die KI hat die Lieder geschrieben. Man hatte nichts mit der Kreativität der Lieder zu tun, wer kriegt also die Kohle? Muss man der Künstlichen Intelligenz einen Scheck ausstellen? Darauf wird es dann ja herauslaufen, weil man selbst ja die Lieder nicht geschrieben hat.
Wenn ich der KI sagen würde, sie soll einen Song darüber schreiben, dass Eddie Trunk The Rolling Stones beitritt, würde sie dir ein tolles Lied schreiben, bis auf eine entscheidende Sache. Die eine Sache, die eine KI niemals tun kann – sie war noch nie verliebt, hatte noch nie ein gebrochenes Herz, war noch nie wütend und noch nie glücklich“, zählt er auf.
„Die KI kennt nur Worte und weiß nur, wie man diese aneinanderreiht. Sie hat aber keine Emotion, kein Herz, kein Gefühl und keine Seele. Und genau da stirbt die Sache. Man könnte ein Album veröffentlichen und es anhören und wüsste aber sofort, dass es nicht von Herzen und Erfahrung kommt. Ich weiß nicht, was dann aus der Musik werden würde.
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