Bei Bonfire gibt es wieder einmal personelle Veränderungen. Alles im allem dürften sich die Fans allerdings darüber freuen, denn der geschätzte Sänger Alexx Stahl heuert erneut bei den deutschen Hard-Rockern an. Die Begründung dafür: Stahl passt offenbar besser zur künstlerischen und musikalischen Identität der Band, wie Gitarrist Hans Ziller und Co. in den Socials informieren.
Zurück zum Markenkern
„Willkommen zurück, Alexx!“, verkünden die Ingolstädter. „Nach unserem Ausflug in härtere Heavy Metal-Gefilde und den darauffolgenden Veränderungen standen wir vor einer entscheidenden Frage: Was wollen wir wirklich? Während der Dreharbeiten zu ‘Rock’n’Roll Survivor’ wurde eines mehr als deutlich: Bonfire haben einen klaren Wiedererkennungswert. Eine Identität. Einen Sound. Ein Gefühl. Nach klärenden Gesprächen ist klar: Alexx Stahl kehrt zu Bonfire zurück. Willkommen zurück, Alexx Stahl. Keep the Bonfire burning! Hinweis: Alexx befindet sich auf dem Weg der Besserung. Konzerte sind ab Mai geplant.“
Wovon sich Stahl konkret erholt, gab die Gruppe nicht preis. Alexx freut sich indes ebenfalls in den Sozialen Medien über sein Comeback: „Es findet wieder zusammen, was zusammengehört. Danke an die Jungs von Bonfire für das mir erneut entgegengebrachte Vertrauen. Gemeinsam werden wir eine der erfolgreichsten Ären der Band-Geschichte fortsetzen. Wir sehen uns auf Tour!“
Der Frontmann war 2022 bei der Formation ausgestiegen, weil er nicht damit klarkam, dass sich die Band zu Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Seite der Ukraine geschlagen hatte.
Differenzen beigelegt
Stahls Mitteilung las sich damals wie folgt: „Mit großem Bedauern muss ich heute leider meinen Ausstieg bei Bonfire bekanntgeben. Heute hat die Band ein Video veröffentlicht, das wir mit der Thematik Kriegskinder gedreht haben. Wir haben uns am Tag des Videodrehs darauf geeinigt, dass wir keinerlei Partei ergreifen werden, sondern einfach nur einen Song und ein Video über das Schicksal der Kids machen. Mir ist das persönlich sehr wichtig. Entgegen dieser Vereinbarung wurde das Video heute veröffentlicht und mit einseitiger Kriegspropaganda als Infotext beworben. Auf meine Frage, warum sich nicht an die für mich sehr wichtige Vereinbarung gehalten wurde, kam leider keine Einigung zustande.
Ich habe niemals und werde mich auch niemals für einseitige Kriegspropaganda missbrauchen lassen. Das habe ich mehrmals mehr als deutlich gemacht. Jeder Krieg hat immer mehrere Väter. Und ich empfinde es als scheinheilig, was hier seit Monaten in Politik und Medien geschieht. Es ist eigentlich auch kein Problem, unterschiedliche Meinungen zu einem Thema zu haben. Wenn dies innerhalb einer Band geschieht, auch nicht. Man muss das Thema dann einfach nur rauslassen aus der Musik. Denn das ist alles, worum es gehen sollte — die Musik. Niemals war ich politisch, und ich werde es auch nie sein.
Ich bin mit Herzblut Musiker, nicht mehr und nicht weniger. Ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, mich an Kriegspropaganda jeglicher Art zu beteiligen. Weder für die Ukraine, noch für Russland. Bonfire waren für mich Familie, und es tut mir sehr leid, diesen Schritt tun zu müssen. Ich habe unheimlich gerne mit den Jungs gerockt oder auch mit Hans im Studio gearbeitet. Umso unverständlicher für mich, dass mein wichtiges Anliegen nun kläglich missachtet wird. Ich kann das nicht akzeptieren, und die Vertrauensbasis wurde damit zerstört. Ich wünsche Bonfire alles erdenklich Gute und ich bin auch gern bereit, noch die im Spätjahr anstehenden Shows zu spielen, damit genügend Zeit ist, einen neuen Frontmann zu finden.“
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