Am 4. Juli feiern die Vereinigten Staaten von Amerika 250. Geburtstag. Zu diesem Anlass sind eine Reihe von Konzerten, Ausstellungen, Ehrungen und weiteren Programmpunkten unter dem Namen „Freedom 250“ geplant. Auch Poison-Sänger Bret Michaels sollte mit seinem Solo-Projekt für musikalische Unterhaltung sorgen, sagte den Auftritt jedoch kürzlich ab.
„Leider hat sich das, was uns als Feier unseres Landes präsentiert wurde, zu etwas entwickelt, das weitaus spaltender wirkt als das, woran ich mich zu beteiligen bereit erklärt hatte“, erklärte Michaels in einer ausführlichen Stellungnahme. „Zudem wurden Bedenken hinsichtlich der Sicherheit meiner Fans, meiner Band, meiner Crew, meiner Familie und meiner eigenen Person geäußert – darunter auch Drohungen, die völlig haltlos und unentschuldbar sind.“
Vom Vorbild zum Feindbild
Während viele dies unterstützen und stolz auf den Standpunkt des Musikers sind, hagelt es seither reichlich Negativkommentare im Netz. Das wiederum veranlasste Pete Evick, Gitarrist in Bret Michaels‘ Band, zu einer regelrechten Schimpftirade. Auf seiner Facebook-Seite schreibt Evick: „Ich weiß, dass ich eigentlich einfach den Mund halten sollte, aber wer mich kennt, weiß, dass ich das nicht kann. Ich versuche nicht, irgendjemandes Meinung oder Überzeugung zu ändern; ich möchte lediglich eine andere Sichtweise auf bestimmte Dinge aufzeigen.“
In den 21 Jahren, die Evick an Michaels‘ Seite auftritt, habe er die Unterstützung und Aufopferung des Sängers gegenüber Veteranen zuhauf miterlebt. „All das geschah tatsächlich für Veteranen und hat Veteranen geholfen – sei es emotional oder finanziell. Wir sind auch bei unzähligen Feiern zum 4. Juli aufgetreten – für mich schon immer der schönste Feiertag. In mindestens 16 der 21 Jahre konnte ich diesen Feiertag nicht mit meinen Kindern verbringen, weil wir unterwegs waren, um zu Ehren unserer Nation aufzutreten – oft verbunden mit Spendenaktionen für unsere Truppen.“
Die anberaumte „Great American State Fair“ habe damit jedoch nichts zu tun. Dass jetzt so gegen seinen Kollegen und dessen Entscheidung geschossen wird, macht den Gitarristen scheinbar sehr wütend. Deshalb richtet er sich auch auf persönlicher Ebene an jene, die jemals seine oder Bret Michaels‘ Gutmütigkeit erlebt haben. „Wir sehen euch und wir sehen eure Posts“ spricht Evick äußerst direkt die neuerlichen Hater an. „All jene, die uns vor vier Tagen noch Freunde nannten, uns ausgenutzt und missbraucht haben und sich nun gegen uns wenden: FUCK OFF.“
—
Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.
