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Queensrÿche: Todd La Torre kritisiert Trump-Anhänger

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Die USA sind gespaltener denn je, und auch die Musikwelt trägt die Konsequenzen. Im Interview mit Hakos Pervanidis von TV War, einer Sendung des griechischen Metal Hammer, spricht Queensrÿche-Sänger Todd La Torre offen über seine eigenen politischen Ansichten und kritisiert dabei Trump-Anhänger.

Soziales Bewusstsein

Darauf angesprochen, dass Queensrÿche schon immer eine politische Band waren, antwortet der Musiker: „In den klassischen Alben vom Anfang gibt es viele politische Statements. Die Musik ist geopolitisch und sozial bewusst. Auf OPERATION: MINDCRIME (1988) gibt es einen Vers, in dem steht ‚Bildet die Massen / Brennt das Weiße Haus nieder‘.

Wenn man diese Lyrics heute in den USA schreiben würde, wo alles extrem gespalten ist, gäbe es pures Chaos. Alles wird politisch. Egal, was ich sage oder poste, selbst wenn es nicht politisch ist, nennt mich jemand einen Sozialisten oder einen kommunistischen, liberalen Trottel“, erzählt La Torre.

Echokammern

Die Frage, ob der Sänger je Gegenwind bekäme, wenn er sich politisch äußere, bejaht er. „Natürlich. Aber es ist mir egal. Manche Leute sagen, ich soll die Klappe halten und singen. Meine Antwort darauf ist, dass ich in erster Linie Amerikaner bin. Vergiss den Sänger, ich bin Amerikaner. Ich habe jedes Recht. Mir zu sagen, ich soll still sein, ist sehr anti-amerikanisch, weil unser erster Verfassungszusatz Meinungsfreiheit garantiert. 

Man kann natürlich Dinge sagen, denen ich nicht zustimme und andersherum. Das Problem sind diese Echokammern, in denen Leute in einem Algorithmus gefangen sind, der ihnen nur das vorspielt, was sie mögen. Man findet immer jemanden, der die eigene Voreingenommenheit bestärkt“, erklärt der Sänger.

Wahrheit

Ihm sei in erster Linie die Wahrheit wichtig: „Wenn jemand, den ich mag, etwas tut, womit ich ein Problem habe, sage ich das auch. Ich glaube, das ist bei vielen, die die aktuelle Administration unterstützen, nicht der Fall. Viele bereuen jedoch ihre Entscheidung und stellen fest, dass sie für etwas ganz anderes gewählt haben. 

Wir sind jetzt in einen Krieg mit dem Iran verwickelt und so weiter. Was ist mit ‚Amerika zuerst‘? Wir sollten eigentlich dazu in der Lage sein, eine normale Diskussion zu führen. Aber ich lebe in einem Land mit 330 Millionen Einwohnern und 400 Millionen Knarren“, erzählt La Torre.

Zum Nachdenken anregen

Er führt weiter aus: „Ich besitze selbst Waffen, aber spreche darüber nicht online und gebe nicht damit an, dass ich das Recht habe, eine Waffe zu besitzen. Wenn ich mich dazu äußere, spreche ich außerdem nur für mich und nicht für die Band. Das Problem ist, dass ich der Sänger bin und das automatisch miteinander verknüpft ist. 

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Ich schreibe viele Lyrics für die Band und bin darin auch politisch, aber sage niemandem, was er zu glauben oder wie er zu denken hat. Vielmehr möchte ich die Leute dazu bringen, selbst wirklich lange über etwas nachzudenken“, stellt der Sänger klar.


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