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Bruce Dickinson: Karteikarten und Comedy

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Iron Maiden-Sänger Bruce Dickinson traf jüngst Steve Wright in der „Steve Wright In The Afternoon“-Show auf BBC Radio 2 zum Interview. Unter anderem ging es darum, wie es dazu kam, dass Dickinson eine Spoken Word-Tour absolvierte. „Mir wurde vorgeschlagen, mit meiner Biografie ‘What Does This Button Do?’ auf Lesereise zu gehen. Doch ich fand das langweilig. Warum sollte da jemand hingehen? Die Leute können das Buch doch selbst lesen.

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Daher erweiterte ich die Lesestunden mit einigen zusätzlichen Storys, und das funktionierte sehr gut. Zusätzlich habe ich dann auch noch improvisiert. Die letzten 45 Minuten basierten auf etwas, das ich bei Quentin Crisp gesehen hatte.“ Bruce Dickinson berichtet von seinen Uni-Zeiten. „Meine damalige Freundin wollte mit mir ‘An Evening With Quentin Crisp’ anschauen. Er war unglaublich originell, ein fantastischer Entertainer. In der zweiten Hälfte seiner Show kam er raus und gestaltete das Programm auf der Basis von Karteikarten, auf welchen das Publikum ihm Stichwörter geschrieben hatte.

Die Mutter in Budapest

Daran erinnerte ich mich und dachte: Mal sehen, ob ich das auch kann. Also bekamen die Besucher Karteikarten und durften draufschreiben, was immer sie wollten, Beleidigungen, egal. Zur Pause nahm ich diese mit in den Backstage-Bereich und entwickelte daraus das finale Programm.“ Auf vielen dieser Karten standen Fragen an Bruce Dickinson. „Manche hatten Fragen über die Band. Aber es war auch großartig. Einer hatte geschrieben: ,Erinnerst du dich daran, dass du 1983 in einem Hotel in Budapest meine Mutter getroffen hast?‘ Und ich habe sofort panisch versucht, mich zu erinnern.

Am Schluss hatte er aber noch erwähnt: ,Übrigens, du bist nicht mein Vater. Ich habe es geprüft.‘ Wenn man solche Sachen bekommt, ist das reine Comedy. Eine Frage, die ziemlich geradeheraus gestellt wird, aber es kommt eben immer darauf an, wie man die Aussagen aufeinander abstimmt. Ich kann über mich selbst lachen und mache mich auch oft über mich lustig. Zum Beispiel bin ich schuldig – ohne auch nur irgendetwas zu bereuen –, die lächerlichsten Hosen der Welt getragen zu haben. Doch das alles ergibt Sinn und wurde mit dem bestmöglichen Geschmack ausgewählt. Deshalb wurde ich noch nie zur Paris Fashion Week eingeladen.“

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Thomas Sonder schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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