Candlemass: Loblied auf die Langsamkeit

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Aufgrund seines Gesundheitszustands konnte Leif Edling trotzdem oft nur ein bis zwei Mal pro Woche im Studio am neuen Album arbeiten – in manchen Wochen überhaupt nicht (dann machte er von daheim aus weiter). Der Schwede hatte etwa 1.000 Ideen auf Lager, von denen er um die 50 für SWEET EVIL SUN verwendete. „Das weiß ich so genau, weil ich alles auf ein Diktiergerät aufnehme, das Platz für 5 x 200 Dateien hat und fast voll war“, verrät er.

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Nach der Vorarbeit werkelte der Komponist 15 Monate lang mit Produzent Marcus Jidell in dessen NOX-Studio am riesigen Mischpult, das einst ABBAs Benny Andersson gehörte. „Marcus versteht sich auf Gitarren-Sounds und hilft mir sehr dabei, mit Ideen zu jonglieren“, lobt Edling seinen Landsmann, der sich durch gute wie schnelle Arbeit auszeichnet und somit die langwierige Vorarbeit kompensierte. Im Normalfall dauere es nicht so lang, ein Album zu erschaffen, beklagt Edling seine gesundheitliche Einschränkung, zeigt sich aber trotzdem zufrieden – sowohl mit dem Ergebnis als auch der Atmosphäre zwischen seinen Kollegen Lindh, Björkman, Johansson und Längquist.

Triumphaler Applaus

„Jan agiert so großartig wie immer, und Mappe bedient die Doom-Gitarre, als gäbe es kein Morgen. Lars zockt einige verdammt heiße Soli, und Johan singt wie ein Besessener! Er bekam schon beim Vorgänger tolles Feedback, doch diesmal lieferte er noch stärker ab. Das Album wurde explizit für seine Stimme geschrieben und passt daher perfekt zu ihm.“

Darüber hinaus versuchte der Komponist, jedem Stück auf dem intensiven, dicht grollenden und doch eingängigen Werk eine besondere Note zu verleihen – sei es die Orgel im Refrain des Titelstücks, die geisterhafte Erzählerstimme des 95-jährigen Filmemachers Kenneth Anger in ‘Angel Battle’, die Steeldrum in ‘Devil Voodoo’, die Glockenklänge in ‘Crucified’ oder der triumphale Applaus im Finale ‘A Cup Of Coffin’, welches die vorherige Spannung auflöst und Publikumsgeräusche aus dem Stockholmer Södra Teatern enthält, wo Candlemass im November 2021 EPICUS DOOMICUS METALLICUS und NIGHTFALL aufführten.

„Ich glaube, all das hebt die Stücke auf ein neues Niveau. Es sind schöne Details, auf die die Leute reagieren“, erklärt der Songwriter. „Ich habe extrem viele Gedanken in dieses Album gesteckt. Gedanken, Arbeit, Schweiß und Blut!“ Als besonderes Detail fällt das Duett mit Jennie-Ann Smith im wunderbaren ‘When Death Sighs’ auf. Edling wünschte sich dafür einen ähnlich spannungsreichen Stimmkontrast wie im Stück ‘Bubblegum’, für das Mark Lanegan mit PJ Harvey kooperierte. Smith erschien dem Candlemass-Chef als perfekte Wahl, das Ergebnis bezeichnet er als magisch.

Gib uns ein Riff

Natürlich liegt der Gastauftritt auch ziemlich nahe – so formierte Edling mit Smith und deren Ehemann Marcus Jidell 2012 den Candlemass-Ableger Avatarium, der erst im Oktober ein neues Werk hervorbrachte. „Ich bin nicht mehr so stark involviert“, gibt der in ‘Stockholm’ zu hörende Musiker zu Protokoll. „Marcus fragte nach einem Riff, und ich gab es ihnen – das ist alles. Sie stehen auf eigenen Beinen und leisten gute Arbeit.“

Welchen positiven Aspekt die Pandemie für Leif Edling hatte, welche Art Hintergrundkonzept sich in SWEET EVIL SUN verbirgt und wie die Band durch Johan Längquists Rückkehr profitierte, lest ihr im kompletten Interview in der METAL HAMMER-Dezemberausgabe 2022.

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