Alissa White-Gluz hat nach ihrem Ausstieg bei Arch Enemy mit Blue Medusa nicht nur ihre eigene Band gegründet, sondern ist bekanntlich auch kürzlich bei Dragonforce eingestiegen. Im Interview bei Local Band Smokeout erläuterte die 40-Jährige, dass die Kollaboration bei der 2025 veröffentlichten alternativen Version von ‘Burning Heart’ dazu geführt hat, dass die Power-Metaller und die Kanadierin vollends gemeinsame Sache machen.
Es hat gefunkt
„Gewissermaßen“, ordnet Alissa White-Gluz ein. „Ich glaube, wir waren uns alle irgendwie einig, dass die Zusammenarbeit eine wirklich gute Atmosphäre hatte — und dass die Musik richtig cool werden könnte, wenn wir all das vereinen, wofür Dragonforce bekannt sind, und das, wofür ich bekannt bin, und dabei unsere jeweiligen Stärken ausspielen. Ich glaube allerdings, wir waren uns einfach nicht sicher, ob wir das wirklich umsetzen können.
Doch ich denke: Im Leben ist man eigentlich nie wirklich bereit für etwas. Man muss es einfach tun und dann schauen, wie man es hinbekommt. So sagten wir uns: ‚Weißt du was? Jetzt oder nie. Lass es uns einfach machen. Lass uns einfach ins kalte Wasser springen und es durchziehen.‘ Und genau das haben wir getan. Wir arbeiten nun schon seit einer ganzen Weile daran, uns darauf vorzubereiten, diese gemeinsamen Shows spielen zu können, und arbeiten gleichzeitig auch an neuer Musik.“
Des Weiteren berichtete Alissa White-Gluz noch davon, wie es war, mit Dragonforce an neuer Musik zu werkeln: „Echt gut. Man weiß das nie. Denn man kann zwar für sich allein üben und eigenständig schreiben — und das mag auch ganz in Ordnung sein. Aber als wir tatsächlich anfingen, gemeinsam in einem Raum zu spielen, zu proben, zu schreiben, an Texten zu feilen, an Akkordstrukturen, einzelnen Parts, Arrangements, Konzepten, Titeln und all dem Drumherum zu arbeiten, haben wir uns die Stücke anschließend angehört und gedacht: ‚Das klingt wirklich gut!‘ Wir waren schon ziemlich zuversichtlich, aber als wir uns das Ergebnis anhörten, dachten wir: ‚Oha, okay. Da haben wir wirklich etwas Großes am Start.‘ Es war also einfach klasse.“
Darüber hinaus gab Alissa White-Gluz für den Gesundheitszustand ihres Dragonforce-Mikrofonkollegen Marc Hudson, der die letzten Konzerte aufgrund drohenden Hörverlusts und Tinnitus aussetzen musste. „Ich spreche tatsächlich ziemlich häufig mit Marc. […] Ich weiß nur zu gut, wie wahnsinnig frustrierend es ist, zu singen, wenn man sich selbst nicht hören kann. Meines Wissens gibt es gegen Tinnitus keine Heilung. Ich kenne viele Musiker, die unter Tinnitus leiden, und ich hoffe sehr, dass es ihm bald wieder bessergeht. Ich glaube, es ist ein harter Kampf. Aber er ist ein Profi, er arbeitet sich da durch — und er schafft es nach wie vor, ein bisschen zu singen. Ich hoffe also einfach seinetwegen, dass es wieder verschwindet, damit er nicht mehr so frustriert sein muss, wenn er versucht, sich selbst zu hören.“
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