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Cradle Of Filth DUSK… AND HER EMBRACE
Noch vor ihrem zweiten Album DUSK… AND HER EMBRACE liefern sich Cradle Of Filth einen Streit mit ihrem Label Cacophonous. Während der rechtlichen Verhandlungen nimmt die Band erste Versionen des Albums auf, die aber nach der Trennung vom Label auf Eis gelegt werden. Stattdessen veröffentlichen sie zunächst die V EMPIRE OR DARK FAERYTALES IN PHALLUSTEIN-EP, um restliche Vertragsbedingungen zu erfüllen. Zur selben Zeit dreht sich auch das Personalkarussell: Paul (Gitarre) und Bejamin Ryan (Keyboard) sowie Paul Allender (Gitarre) verlassen die Band; Stuart Anstis (Gitarre) und Gregor Damien (Keyboard) steigen ein. Cradle Of Filth nehmen DUSK… AND HER EMBRACE erneut auf und veröffentlichen es über Music For Nations.
Produzent Kit Woolven (unter anderem Thin Lizzy) verhilft der Band zu einem runderen Klang, ohne die Energie der Briten einzudämmen. Diese verfeinern ihren markanten Sound weiter. Besonders Dani Filths Gesang steigt zu neuen Extremen auf, die Cradle Of Filths Sound nachhaltig prägen. Mit ihren düster-symphonischen Melodien machen sie Black Metal für ein breiteres Publikum attraktiv und erspielen sich viele neue Fans. Die ursprünglichen Aufnahmen und Demos der Platte werden 2016 unter dem Namen DUSK AND HER EMBRACE… THE ORIGINAL SIN veröffentlicht. (Helen Lindenmann)

Motörhead OVERNIGHT SENSATION
Zum finalen Trio-Line-up für die nächsten und letzten 19 Jahre mit Phil Campbell und Mikkey Dee reduziert – und im Fall von Lemmy optisch sogar um den markanten Backenbart –, gehen Motörhead dennoch voll in die Vollen. Ihr 13. Album erweist sich nicht nur aufgrund des lässigen Titel-Tracks als Glücksfall, besinnt es sich doch primär auf rasselnde Rock’n’Roll-Tugenden.
Neben allen Frontalattacken darf aber zur Abwechslung die Mundharmonika (‘Crazy Like A Fox’) ebenso ausgepackt werden wie melodisches Midtempo (‘I Don’t Believe A Word’) oder der eingängig flockige Rausschmeißer ‘Listen To Your Heart’ (kein Roxette-Cover!) mit Lem an der Akustischen. (Frank Thießies)

Sacred Reich HEAL
Wie viele Thrash-Bands in den Neunzigern leiden auch Sacred Reich unter einer gewissen Orientierungslosigkeit. Nachdem der Vorgänger INDEPENDENT (1993) Crossover-Ansätze verarbeitet hatte, kehren die Jungs aus Arizona mit HEAL wieder zu metallischeren Sounds zurück. Allein, es wirkt nicht hundertprozentig überzeugt und überzeugend.
Obwohl sich im Line-up Könner wie Dave McClain (Schlagzeug) und Bandboss Phil Rind befinden, wirkt die Band ein wenig gehemmt. Man lausche dem Titelstück oder ‘I Don’t Care’. Auch 30 Jahre später hat man beim Hören noch immer das Gefühl, hier wäre mehr drin gewesen. (Marc Halupczok)

Katatonia BRAVE MURDER DAY
In ihrer Frühphase klingen die 1991 formierten Katatonia ganz anders als heute: Statt düster-progressivem Art Rock regiert schwelgender Death-/Doom Metal, den Gastsänger Mikael Åkerfeldt (Opeth) wüst begrowlt. Stammvokalist Jonas Renkse muss aus gesundheitlichen Gründen davon zurücktreten und ist – neben seinen Schlagzeugspuren – einzig im klar intonierten ‘Day’ zu hören, das bereits eine vage Ahnung von der späteren Entwicklung der Schweden vermittelt.
Auf dem Drittwerk DISCOURAGES ONES von 1998 fungiert Renkse wieder als Hauptsänger, wobei Katatonia noch eine Weile auf ihren Durchbruch warten müssen. (Katrin Riedl)

Sentenced DOWN
Nach dem Durchbruch mit AMOK müssen sich Sentenced auf ihrem vierten Album großen Veränderungen stellen: Auf Sänger Taneli Jarva folgt Ville Laihiala – sein Einstand gerät mit der Fortsetzung des melodischeren Kurses (gemeinsam mit Produzent Waldemar Sorychta) stilprägend. Weniger Melodic Death, mehr Gothic-, Doom- und Heavy Metal zeichnen das so melancholische wie kantig-harsche Werk aus.
Der Rocker ‘Noose’, das punkige ‘Bleed’ und die Friedhofshymnen ‘Sun Won’t Shine’ und ‘Keep My Grave Open’ werden zu Band- und Genre-Klassikern und bescheren den (selbst)mordglorifizierenden Finnen erstmals Chart-Erfolge sowie einen METAL HAMMER-Soundcheck-Sieg. (Sebastian Kessler)
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