Natürlich erschienen 2001 deutlich mehr als bloß drei prägende Metal-Alben. METAL HAMMER hat einige der bedeutendsten Werke des Jahres zusammengetragen und sie im Licht der jeweiligen Entstehungsumstände und Bandgeschichten beleuchtet. Eine Auswahl von Alben, deren Einfluss bis heute nachhallt.
System Of A Down TOXICITY
TOXICITY gehört unbestritten zu den bedeutendsten Metal-Alben der frühen 2000er-Jahre. System Of A Down kombinieren komplexe politische Botschaften, anarchische Songstrukturen und massenwirksame Melodien. Genres wie Alternative Metal, Nu Metal, Prog und armenische Folklore verschmelzen gekonnt. Hits à la ‘Chop Suey!’ und ‘Aerials’ verbinden Härte mit Eingängigkeit und zeigen die Band als kompromisslose sowie zugleich zugängliche Stimme ihrer Generation. Thematisch bewegt sich das Album zwischen Gesellschaftskritik und persönlichen Abgründen, wodurch TOXICITY zu einem zeitgeistigen Manifest seiner Zeit wird und bis heute Bands im Metal und Alternative inspiriert.
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IOWA ist Slipknots rohes, kompromissloses Manifest der Nu Metal-Ära. Mit brachialen Riffs, unbarmherzigen Drums und aggressiven Vocals zeigt das Album die dunkle und nihilistische Seite des Genres. Es verschiebt die Grenzen von Intensität und Atmosphäre im Metal, inspirierte unzählige Bands zu extremen Soundexperimenten und festigte Slipknot als Leitfigur der jüngeren Metal-Geschichte, die Wut, Schmerz und Theatralik miteinander vereint. Wie Schlagzeuger Joey Jordison später verriet aus gutem Grund: Der Entstehungsprozess wurde von der Alkoholsucht von Frontmann Corey Taylor sowie Drogenproblemen der übrigen Bandmitglieder überschattet. Songs wie ‘People = Shit’, ‘Left Behind’ und ‘Disasterpiece’ entfesseln dadurch ungekannte rohe Energie. IOWA bleibt ein Benchmark für Aggression und visuelle wie musikalische Inszenierung im neuen Jahrtausend.
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BLACKWATER PARK ist Wendepunkt für Extreme Metal mit progressivem Anspruch. Die Verbindung aus Death Metal, Progressive Rock und Folk-Atmosphäre macht das Album zu einem Referenzwerk für anspruchsvollen Metal des 21. Jahrhunderts. Als Produzent steht Mastermind Mikael Åkerfeldt dabei Porcupine Tree-Frontmann Steve Wilson zur Seite. Thematisch bewegt sich BLACKWATER PARK zwischen dunklen psychologischen Abgründen, Isolation und existenzieller Reflexion. Trotz aller Unzugänglichkeit gelingt es Opeth dabei griffige Songs zu schreiben, darunter ‘Harvest’ und ‘The Drapery Falls’, die bis heute in als Klassiker der Band gelten. BLACK WATERPARK zeigt allerdings auch, dass Opeth sich sukzessive von ihren Death Metal-Wurzeln entfernen. Eine Entwicklung, die mit ihren folgenden Alben noch stärker zu Tage tritt.
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Entgegen gängigen Biertrinkerklischees passen Metal und Wein wunderbar zusammen. Michel Schott führt uns in die Welt seiner Metal Wines ein.
Das komplette Special über Metal Wines findet ihr in der METAL HAMMER-Januarausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo! Natürlicher Prozess METAL HAMMER: Du bist passionierter Weinmacher und Metalhead. Wie passt das zusammen – gibt es sogar Aspekte, die beides miteinander verbinden? Michel Schott: Für mich läuft das organisch Hand in Hand. Die Grundlage von beidem, Wein und Musik, ist ein Handwerk. Cuvées im Weinkeller zusammenzustellen ist wie eine Jamsession. An manchen Tagen fehlt einem die Muse, an anderen Tagen passt alles perfekt zusammen. Einer der schönsten Aspekte…