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Achtung, böse!

Alle Jahre wieder: Das schlimmste Metal-Weihnachtslied aller Zeiten!

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Achtung, Humor! Folgender Artikel sollte weder ernst noch böse genommen werden. Höchstens ein bisschen.

Es ist seit vielen Jahren Tradition in der METAL HAMMER-Redaktion: Wenn die besinnliche Jahreszeit anbricht, wird aus den Tiefen des Internets ‘X-Mas Wonderland’ von Nightqueen hervorgekramt – um auch die letzten Mitarbeiter zu vertreiben und die Redaktion über Weihnachten zuschließen zu können. Ja, es ist Hassliebe.

Die belgische Symphonic Metal-Band Nightqueen schockierte und prägte 2012 nachhaltig – zunächst mit ihrem Album FOR QUEEN AND FOR METAL, das mit billigem Papp-Sound, pappigem Fantasy-Kitsch und schrägem Gesang in Erinnung blieb, vor allem aber mit dem dadurch entdeckten, einige Monate zuvor veröffentlichten Metal-Weihnachtssong ‘X-Mas Wonderland’.

Metal-Weihnachtssongs sind nun zumeist eh ein schwieriges Thema. Rob Halford hat sich ebenso daran versucht wie Twisted Sister, Manowar (‘Silent Night’, kein Witz!), Tom Angelripper, und, äh, August Burns Red. Vieles davon ging in die Hose – nichts davon aber so schmierig wie Nightqueen. Ein Weihnachtslied wie ein Unfall mit einem LKW voller Tabak. Fürchterlich, aber süchtig machend! Obwohl zwischenzeitlich sogar noch ein weiteres Nightqueen-Album erschienen war (REVOLUTION, 2014), war nicht viel von den Belgiern zu hören – außer dem alljährlich sehnlich erwarteten ‘X-Mas Wonderland’-Weihnachtsfoltersong.

Nun sollte er auch dieses Jahr wieder durch die Redaktion schallen – und immer noch haben wir die Qual der Schreckens-Wahl! Die Band hat ihren größten Anti-Hit im vergangenen Jahr nämlich tatsächlich neu aufgelegt: Anfang Dezember 2015 erschien ‘X-Mas Wonderland 2.0’ (oder ‘X-Mas Wonderlad 2.0.’, wie die Band auf ihrer eigenen Website schreibt) als Single auf den üblichen Download- und Streaming-Plattformen. Das tolle: Die neue Version ist noch mieser als Original. Der Gesamtsound drückt zwar etwas mehr, dafür sitzen die Töne bei allen Beteiligten noch viel weiter daneben. Oder ist das rein subjektive Wahrnehmung, weil man sich so in die schrägen Klänge des Originals von 2011 reingehört hat?

Bei der diesjährigen Suche saß das Entsetzen  übrigens tief: die Originale 2011er-Variante wurde im Jahresverlauf anscheinend von Youtube entfernt. Dafür gibt es jetzt den 2013 Re-Release  zu hören. Auch, äh, schlimm.
Testet beide Versionen doch selbst:

Nightqueen ‘X-mas Wonderland’ 2013 Re-Release

Nightqueen ‘X-mas Wonderland 2.0’ 2015

Nun haben wir den Salat. Zwei Varianten ‘X-Mas Wonderland’ zur Auswahl – sollen wir eine im geraden, eine im ungeraden Jahr spielen? Die neue Version nur im Schaltjahr? Oder traditionsbewusst beim Original bleiben? Ich würde ja die Kollegen in der Redaktion fragen… aber die haben das Gebäude fluchtartig verlassen. Wie dem auch sei: Ohne ‘X-Mas Wonderland’ wäre Metal-Weihnachten nicht das selbe! Danke für den Spaß am Schmerz. Und ein frohes Metal-Fest!


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