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Dave Mustaine: Bands, die Backing-Tracks nutzen, sind „faul“

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Dave Mustaine hat jüngst in einem Interview mit „Kerrang! Radio“ beim diesjährigen „Download Festival“ über Bands gesprochen, die Backing-Tracks verwenden (siehe Video unten). So hält der Megadeth-Boss solche Formationen für „faul“. Der 60-Jährige erwähnte dabei sogar, einen gewissen aktuellen Vorfall in Antwerpen, vermied es jedoch — ob bewusst oder unbewusst sei dahingestellt — Kiss beim Namen zu nennen.

„Ich habe immer den Background-Gesang auf den Alben gemacht, bis wir das vor vielleicht zehn Jahren jemand anders haben machen lassen“, rekapituliert Dave Mustaine. „Es ist einfach nicht mein Ding, Sachen zu singen, die ich nicht live singen werde. Wenn ich es auch auf der Bühne, singe ich auf den Platten so viel, wie ich kann. Ich finde, es ist nichts falsch daran, Ergänzungen für Lieder und andere Sound zu benutzen — wenn du es nicht live spielen kannst. Wenn du es live spielen kannst und verdammt faul bist, dann kommt so etwas dabei raus wie vor ein paar Tagen bei einer dieser großen Gruppen. Das Tape spielte los, doch der Drummer trommelte nicht oder so. Du hast wahrscheinlich davon gehört. Ich kann mich nicht erinnern, wer es war.

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Wir haben jedenfalls keinen Gesang aus der Konserve. Was wir für gewöhnlich haben, ist ein MIDI-Click-Track, über den all unsere Lichter laufen, und der bei all unseren Soli und so [den Gitarren-Sound — Anm.d.A.] umschaltet.“ Gegenüber Gene Simmons, Paul Stanley und Co. wurden nach besagtem Konzert am 6. Juni in Antwerpen wieder Backing-Track-Vorwürfe laut. Grund für diese Annahme war ein kleiner Schnitzer von Schlagzeuger Eric Singer. So setzte der Drummer nach einem Break im Song ‘Detroit Rock City’ offenbar einen Takt zu spät wieder ein. An dieser kurzen Stelle hört man dann die Stimme von Paul Stanley (offensichtlich vom Band), obwohl selbiger gar nicht singt.

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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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