Deicide: Der ewige Sünder

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Glen Benton war lange als miesepetriger Unhold gefürchtet, der mit seinen markigen Sprüchen gerne provoziert. Doch das 13. Deicide-Album zeigt eine ungewohnte Seite des Musikers: Er wirkt aufgeräumt, zufrieden, und für seine Verhältnisse beinahe tiefenentspannt. So entspannt, dass sich sein Humor immer wieder freien Lauf bricht und er viele Aussagen mit einem Lachen (wahlweise herzlich, dreckig oder teuflisch) begleitet. BANISHED BY SIN ist ein tolles Album geworden, das der glorreichen Frühphase der Band zunickt, sich aber im Hier und Jetzt befindet.

Deicide

„Es klingt wie die Vergangenheit, aber in die Zukunft transferiert. Ich freue mich, dass es so gut ankommt, es scheint viele Leute überrascht zu haben – worüber ich mich nicht beschweren werde. Ich bin mit einem Old School-Anspruch an die Aufnahmen herangegangen, um es dann auf moderne Weise mischen und mastern zu lassen. Wir gaben Josh Wilbur und der Plattenfirma tolle Aufnahmen, und ich sagte ihnen, dass sie die Finger davon lassen sollen, wenn sie es nicht mehr verbessern könnten. Aber ich war beeindruckt. Meistens komprimieren Techniker Aufnahmen so sehr, dass es scheiße klingt, hör dir nur ein paar unserer letzten Alben an. Es verliert seinen Charme, und darauf hatte ich keinen Bock mehr.

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„Ich mache das nur noch zu meinem eigenen Vergnügen.“

Wir haben auch keine externen Instrumente oder vorgefertigten Sounds benutzt. Ich habe mit meinem Mesa Boogie gespielt, den ich auch auf der Bühne nutze, und mit deutschen Neumann-Mikrofonen aufgenommen“, erklärt Glen die Abkehr vom Breitwand-Sound zurück zu einem organischeren Klangbild. „Unser Sound-Mann Jeramie Kling (Frontmann von Inhuman Condition – Anm.d.A.) wohnt die Straße runter, wir haben in seinem Studio aufgenommen. Die Aufgabe war, uns so aufzunehmen, wie wir auf der Bühne klingen. Wir sind also an die Sache herangegangen, als ob es eine Live-Aufnahme wäre, und haben sehr sorgfältig gearbeitet. Wenn man die Dinge nicht zu sehr komprimiert, stehen die Instrumente klanglich an erster Stelle.

Genau das Gleiche taten wir bei Steves Schlagzeug, das mit Mikrofonen statt Samples aufgenommen wurde. Es ist mir scheißegal, wie andere Bands heute aufnehmen, ich mache das nur noch zu meinem eigenen Vergnügen. Wir sind an einem Punkt in unserer Karriere angelangt, an dem es darum geht, Dinge auszuprobieren und Spaß zu haben. Wir haben uns endlich selbst gefunden. Es hat auch nur 38 Jahre gedauert“, lacht Glen, der den neuen Gitarristen Taylor Nordberg (ebenfalls bei Inhuman Condition tätig) als fehlendes Stück im Puzzle bezeichnet.

Wie lustig es bei einem Weihnachtsvideo von Deicide zugehen kann, warum die Welt auf Kollisionskurs mit sich selbst ist und warum es Glen Benton mit Deicide aktuell besser geht denn je, lest ihr in der METAL HAMMER-Maiausgabe 2024, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

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Deicide: Steve Asheim kommentiert die KI-Vorwürfe

Seit der Bekanntgabe des Coverartworks des aktuellen Deicide-Albums BANISHED BY SIN (Review hier lesen) im Februar 2024 ist die Band Vorwürfen ausgesetzt, das Kunstwerk mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt zu haben. Schlagzeuger Steve Asheim nahm nun in einem Interview mit Heavy Demons Stellung zu den Anschuldigungen – und erklärte sein Unverständnis gegenüber all jenen, die glauben, dass es sich hierbei um kein händisch erstelltes Kunstwerk handle. Kein KI-Artwork bei Deicide „Soweit ich weiß, sagte das Label: ‚Hey, wir wollen ein Cover, das an die erste Platte erinnert‘, eine Art Medaillon oder so etwas in der Art. Also arbeitete man mit…
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