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Derrick Green über Streaming: Bands müssen kreativ denken

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Die Änderungen in der Musikindustrie sind immer wieder ein Thema, über das es sich zu sprechen lohnt. Schließlich hat es in den letzten 40 Jahren immense Veränderungen gegeben. Von Vinylschallplatte über CDs und MP3s bis him zu Streaming – sowohl Bands als auch Labels mussten sich dem Markt mehrfach anpassen. Sepultura-Frontmann Derrick Green gab sich aktuell „Ladies In Rock“ gegenüber eher positiv hinsichtlich dieser Entwicklung.

„Geändert hat sich vor allem die Technologie. Durch das überall präsente Streamen kommt fast niemand mehr auf die Idee, CDs, Platten oder Kassetten zu kaufen. Alles ist digitalisiert, was die finanziellen Einnahmen für die Künstler erheblich geschmälert hat. Ein Album ist auf mehreren Plattformen zum Stream angeboten, und als Band oder Musiker erhält man kaum Prozente dafür. Verkäufe stellen also nur noch einen Bruchteil der Einkünfte dar.“

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Konzentration auf die geschäftliche Seite

Green zufolge hätten Sepultura aber ohnehin nie viel Geld mit Plattenverkäufen verdient. „Viel mehr kam durch Liveshows und Merchandise-Verkäufe rein. Und das müssen inzwischen sehr viele Bands genauso handhaben. Und als Band muss man sich heutzutage deutlich konzentrierter mit der Geschäftsseite beschäftigen, was ich gut finde“, so der Sänger weiter.

„Man muss kreativ denken, um die Einkünfte zu erzielen die notwendig sind, um auf Tour gehen und die Crew bezahlen zu können, die man braucht, um in der Lage zu sein, die Shows überhaupt durchzuführen. Diese Konzentration auf den Business-Aspekt hat sich wirklich gesteigert und betrifft sehr viele Bands.“ Doch Green zieht auch die positiven Aspekte dieser Entwicklung hervor.

„Man kann seine Musik innerhalb weniger Sekunden über das Internet weltweit veröffentlichen. So viele unterschiedliche Menschen auf einmal zu erreichen, ist phänomenal“, freut sich der Sepultura-Frontmann. „Das ist tatsächlich komplett anders als früher. Man hat die Möglichkeit, Regionen auf dem Globus zu erreichen, in die man früher nie gekommen wäre. Auch hinsichtlich Tourneeterminen kann man weltweit viel mehr umsetzen.“


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