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Deshalb vermeiden Sabaton politische Aussagen

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Die schwedischen Heavy/Power-Metaller Sabaton haben sich auf Nachfrage zu ihrer Zurückhaltung hinsichtlich öffentlich politischer Aussagen im Rahmen ihres Künstlerdaseins geäußert. Die Band machte in der Vergangenheit bereits mehrfach klar, dass sie „unpolitisch“ wäre. Doch eine solche Haltung impliziert schnell ein privilegiertes Desinteresse – sich aus Bequemlichkeit aus kontroversen Angelegenheiten herauszuhalten. Gleichzeitig werden kritische Stimmen laut, „Stille“ würde gegebene Strukturen – insbesondere in Bezug auf soziale, gesellschaftliche und ökonomische Missstände – aufrechterhalten.

Kriegsthematik doch politische Zurückhaltung?

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Bei genauerer Betrachtung der Sabaton-Inhalte fällt auf, dass die Themen Kampf und Krieg eine zentrale Rolle einnehmen. Themen, die im historischen Kontext zwangsläufig politischen Ursprungs sind. Wie also rechtfertigen Sabaton ihre unpolitische Band-Philosophie? In einem kürzlichen Gespräch mit Moshpit Passion erklärte Sänger Joakim Brodén, warum seine Band ihre Ansichten so weit wie möglich aus der Öffentlichkeit herausgehalten hat. Des Weiteren weist er auf die spaltende Atmosphäre hin, die die Politik in der heutigen Welt geschaffen hat.

„Wir sind schon kontrovers genug, wenn wir über die Militärgeschichte singen“, teilte Brodén mit. „Wir haben immer jeden politischen oder religiösen Kommentar vermieden – aus diesem Grund; wir sind schon kontrovers genug. Außerdem denke ich, dass das ein Statement an sich ist. Und ich denke, es ist erfrischend.

(…) Ich möchte den Leuten nicht vorschreiben, was sie essen oder wen sie wählen sollen. Ich denke, es ist wichtig, Menschen mit anderen Meinungen zu respektieren, selbst wenn man denkt, dass diese Meinung völlig falsch ist. Und es ist dieser Mangel an Respekt von allen Seiten, der zu der Situation geführt hat, in der wir uns jetzt befinden. In diesem Sinne möchte ich mich nicht in diese Situation begeben und ich möchte auch die Band nicht in die Schusslinie bringen.“

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Hoch lebe die Meinungsfreiheit

Der Sänger erwähnte, dass alle Mitglieder der Band über unterschiedliche Dinge nachdenken würden, sich in einer Sache allerdings einig wären: agree to disagree. „Es ist völlig in Ordnung, wütend aufeinander zu sein, aber das bedeutet nicht, dass man sich hassen sollte“, erläuterte er. „Es bedeutet nicht, dass man die andere Person schlagen muss.“

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Zudem betonte er, wie sehr er es hassen würde, wenn Leute ihm „vorschreiben“ würden, was er tun und lassen sollte. „Ich meine, wenn es eine Sache gibt, für die wir Statements abgeben, dann ist es die Redefreiheit, denn die nutzen wir sehr oft.“ Er fügte hinzu, dass man sich gegenseitig mehr respektieren sollte, auch wenn Meinungsverschiedenheiten herrschen. Er würde diejenigen in Frage stellen, die zulassen, dass Freundschaften wegen einer schlimmen Meinungsverschiedenheit zugrunde gehen. „Ich glaube, die Leute sind zu Weicheiern geworden. Sie können nicht damit umgehen, dass andere Leute andere Meinungen haben“, so Brodén. „Alle müssen immer einer Meinung sein.“

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