Viele Musiker leben für ihre Kunst und können sich nicht vorstellen, bis zu ihrem Tod etwas anderes zu tun. Destruction-Sänger Marcel „Schmier“ Schirmer geht es genauso, wie er im Interview mit Stefan Nilsson von Roppongi Rocks erzählt.
Musik als Lifestyle
Auf die Frage, was ihn nach all den Jahren noch antreibt, antwortet Schmier: „Musik ist ein Lifestyle. Es ist ein Gefühl, und es macht mich glücklich. Es macht viele Menschen glücklich.“ Dennoch hat er zeitweise auch mal etwas anderes ausprobiert als Musik, wie er erklärt. Dennoch ließ ihn die Kunst nicht los.
„In all den Jahren habe ich versucht, mal etwas anderes zu tun, als Musik zu machen. Ich hatte beispielsweise mein Restaurant. Aber es wird immer wieder deutlich, dass ich Musiker bin und zu reisen, Fans zu sehen, live zu spielen und Songs zu schreiben mich glücklich macht.
Musik ist eine Leidenschaft
Seit zwanzig Jahren fragen mich die Leute schon, was ich denn nach der Musik vorhätte. Und ich denke, nach der Musik falle ich tot um, denn Musik ist etwas, das man bis zum Ende macht. Sie ist eine Leidenschaft, nicht nur ein Job“, schwärmt der Frontmann.
„Ich bin froh, dass ich das hier noch machen kann, solange Fans uns sehen wollen. Wir werden sehen, wie lange wir noch Thrash Metal spielen können – bis der Rücken und der Nacken wehtun –, aber im Moment sind wir alle gut in Form. Hoffentlich haben wir noch ein paar gute Jahre vor uns“, meint der Musiker.
Quartett
Außerdem haben die Thrasher vor einiger Zeit auch schon Unterstützung bekommen. Schmier sagt: „Wir sind schon eine ganze Weile ein Quartett. Seit 2019 ungefähr, also schon sieben Jahre. Ich habe dieses Trioding geliebt. Ich bin ja auch mit den Trios damals aufgewachsen: Bands wie Motörhead, Rush, Venom oder Triumph.
Aber man ist immer eingeschränkt, und mit zwei Gitarren öffnen sich plötzlich so viele Tore. Außerdem ist das Songwriting viel schöner, weil man mehr Optionen hat. Live bringt das natürlich mehr rohe Kraft, mehr doppelte Leads und mehr harmonierende Gitarren-Leads“, erklärt der Frontmann.
Für ihn ist das Teil von Heavy Metal, wie er meint: „Heavy Metal sollte mit zwei Gitarren gespielt werden. Obwohl ich Power-Trios liebe, und unsere Phase als Trio auch, hat dadurch jedes einzelne Mitglied mehr Druck. Die Kreativität und die Kraft sind jetzt als Quartett viel besser.“
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