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Zum 25. Jubiläum von LIKE AN EVER FLOWING STREAM: Dismember im Interview

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Ziemlich genau ein Jahr nach Entombeds LEFT HAND PATH betraten auch Dismember die internationale Bühne des Extreme Metal und veröffentlichten ein Album, das nicht zuletzt aufgrund seines schädelzermalmenden Sounds und der zügellosen Spielfreude einiger junger Stockholmer auch heute noch, ein Vierteljahrhundert später, zu den unangefochtenen Wegweisern des schwedischen Death Metal zählt. Anlässlich des 25. Jubiläums von LIKE AN EVER FLOWING STREAM unterhalten wir uns mit Schlagzeuger, Gründungsmitglied, Song-Schreiber und Co-Produzent Fred Estby (l.) – und sind erstaunt über das reichhaltige Erinnerungsvermögen des sympathischen Schweden.

Wie müssen wir uns die jungen ­Dismember Anfang 1991 vorstellen?

Wir waren ein paar schmächtige Jungs, die nichts anderes als extremen Metal im Kopf hatten. Für uns gab es nur ein Ziel: Ein Album aufnehmen, um damit schnellstmöglich auf Tour gehen zu können. Also verbrachten wir mindestens fünf Tage die Woche im Probe­raum und schrieben Songs. Während der restlichen Zeit trafen wir uns mit unseren Freunden von Entombed, Grave und Unleashed, redeten über Musik und tranken Bier.

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Du hast den Großteil der Songs geschrieben, was als junger Schlagzeuger eher ungewöhnlich ist. Wie kam es dazu?

Schon während der Zeit mit Carnage spielte ich sehr viel Gitarre und schrieb Songs. Ich hing ständig mit Nicke Andersson rum, der schon damals ein extrem produktiver Songwriter war. Sein Enthusiasmus hat auf mich abgefärbt. Ich begriff: Je mehr Songs ich schreibe, desto schneller kommen wir mit der Band voran.

Nicke ist ein gutes Stichwort: Er gehörte zwar nicht zur Band, hat aber trotzdem fast alle Lead-Gitarren auf LIKE AN EVER FLOWING STREAM eingespielt. Warum?

Dafür muss ich etwas ausholen: Wir hatten zwar sehr intensiv gearbeitet, aber waren noch keine komplette Band. Zunächst bestanden Dismember nur aus David Blomqvist, Matti Kärki und mir. Matti schrieb fast alle Texte, ich lieferte 80 Prozent der Musik. David war natürlich auch beteiligt, aber er ging noch zur Schule, musste lernen und hatte weniger Zeit als Matti und ich. Oft sprang Nicke Andersson bei den Proben als Bassist oder zweiter Gitarrist ein. Als Robert Sennebäck und Richard Diamon dazukamen, war der Studiotermin bereits gebucht und wir hatten kaum Zeit, ihnen alle Songs beizubringen. Nicke kannte die Stücke und half spontan aus. In nur einer Nacht hat er sämtliche Lead-Gitarren-Parts geschrieben und eingespielt. So war und ist Nicke auch heute noch.

Wie lange habt für die Aufnahmen benötigt?

Insgesamt waren es zwölf Tage. Jeder spielte seine Parts, so gut er konnte, und damit war die Sache ­erledigt. Der Studioaufenthalt kostete 14.000 ­schwedische Kronen (circa 1.500 Euro – Anm.d.A.).

Weiter Antworten auf die Fragen, wie es um die Chancen für eine Dismember-Reunion steht, ob es einen Konkurrenzkampf im Schweden-Death gab und viele mehr, erhaltet ihr in der aktuellen METAL HAMMER Juni-Ausgabe

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