Disturbed-Sänger droht „antisemitischem” US-Moderator

von
teilen
twittern
mailen
teilen

Die in den USA sehr populäre Comedy-/Satire-Sendung ‘The Daily Show’ hat mit Komiker Trevor Noah einen neuen Moderator. Laut blabbermouth drohte Disturbed-Sänger David Draiman Noah nun wegen diverser Tweets, die der Sänger als antisemitisch motiviert betrachtet.

Einige von Trevor Noahs Tweets aus den Jahren zwischen 2009 und 2014:

  • „Hätte fast ein jüdisches Kid überfahren, das die Straße überqueren wollte. Er hat nicht geschaut, bevor er ging, aber ich hätte mich so schlecht gefühlt, ihn mit meinem deutschen Auto zu überfahren.”
  •  
  • „Messi bekommt den Ball und die anderen Spieler versuchen ihn zu foulen. Aber Messi lässt sich nicht so leicht flachlegen, genau wie jüdische Mädchen.”
  •  
  • „Hinter jedem Rap-Millionär steht ein doppelt so reicher Jude.”
  •  
  • „Muslime hassen keine Juden. Juden hassen Muslime.”

Trevor Noah wuchs als Kind einer schwarzen, südafrikanischen Mutter mit jüdischen Wurzeln und eines weißen, deutsch-schweizerischen Vaters in Südafrika unter dem rassistischen Apartheids-Regime auf.

Eine Lage, in der u.a. die Beziehung seiner Eltern ebenso wie seine Geburt als illegal galten. Der 31-jährige Noah ist dafür bekannt, gerne Witze über seinen multikulturellen Hintergrund zu machen und Beobachtungen über Volkstum und ethnische Zugehörigkeit sind fester Bestandteil seiner Auftritte.

Noahs Großeltern waren Überlebende des Nazi-Vernichtungslagers Bergen-Belsen im heutigen Niedersachsen. Diverse Mitglieder der Familie von Noahs Mutter waren Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes während der NS-Herrschaft.

Die Reaktion von David Draiman

Während eines Interviews in der internationalen israelischen Radiosendung ‘Voice Of Israel’ richtete sich Disturbeds Draiman, der mit u.a. seinem Bruder und seiner Großmutter weitreichende familiäre Bindungen nach Israel hat, direkt an Noah:

„Ach, ich liebe diesen Mamser [hebräisch: Bastard, oder Kind, das aus Inzest entstanden ist, Anm.]. Soll er mich doch in seine Show holen. Wenn er witzig sein will, nur zu. Versuch mal, antisemitische Judenwitze zu reißen, während ich in deiner Sendung bin. Dann wird einer von uns im Krankenhaus enden und der andere im Gefängnis. Dreimal dürfte ihr raten, wer das sein wird.”

Der Disturbed-Sänger hat bereits in der Vergangenheit in Interviews und Artikeln seine Unterstützung für den Staat Israel und dessen Kampf gegen „Feinde“ unterstützt:

„Leute haben mich für den Artikel kritisiert, den ich für das Gatestone Institut während des Gaza-Kriegs geschrieben habe, auch für meinen ,Warum ich Israel unterstütze’-Artikel und weil ich gesagt habe, dass die Medien einen neuen Holocaust vorbereiten.

(…)

Die Medien behaupten weiterhin, dass der Staat Israel und Juden allgemein kriegstreibende, böse Menschen wären, was wir nicht sind. Früher wurden solche Aussagen schnell verdammt, mittlerweile stehen die Leute dem immer gleichgültiger gegenüber und es hat für die Masse nichts anstößiges mehr. Eine Entwicklung die sehr, sehr verstörend ist.”

Hier könnt ihr das komplette Interview von ‘Voice Of Israel’ mit Disturbeds David Draiman hören:

Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Ein Mal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.

teilen
twittern
mailen
teilen
Disturbed: David Draiman richtet Appell ans russische Volk

Disturbed-Frontmann David Draiman hat eine eindringliche Videobotschaft aufgenommen. Darin richtet er sich direkt an das russische Volk und ruft es mit wohl bedachten Worten zum Aufstand gegen Putin auf. Den Clip hat Draiman für "World United Live" aufgezeichnet -- eine Kampagne mit dem Ziel, den Krieg in der Ukraine zu stoppen, bevor er sich zum dritten Weltkrieg und damit einem potenziellen Atomkrieg ausweitet. Eine eigene Meinung bilden In seiner dreiminütigen Botschaft (die hier zu sehen ist) sagt der Disturbed-Frontmann Folgendes: "Ich will nun direkt zum russischen Volk sprechen. So möchte ich euch einen Bericht vorlesen, der dokumentiert und verifiziert ist. Bitte…
Weiterlesen
Zur Startseite