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METAL HAMMER: Du warst lange Zeit eine von sehr wenigen Musikerinnen in einer erfolgreichen Metal-Band. Wie hat sich die Szene in deinen Augen für Frauen und queere Menschen verändert?
Amy Lee: Ich bin froh, dass du das gesagt hast, denn es geht nicht nur um Frauen. Die Szene ist generell inklusiver geworden. In meinen Augen waren Rock, Alternative und Metal schon immer für Außenseiter; für die Leute, die nicht in ein bestimmtes Gesellschaftsbild passen. Es geht um unsere Einzigartigkeit und darum, dass unsere Unterschiede okay sind.
MH: Wie hat sich das für dich geäußert?AL: Ich hatte vorher oft das Gefühl, mich beweisen zu müssen, und fühlte mich nicht als Teil des Ganzen. Jetzt fühle ich mich viel mehr zugehörig, wenn ich auf einem Festival bin. Zwar hat mir die Außenseiterrolle auch gut gefallen, aber das jetzt mag ich mehr. Es fühlt sich an wie eine große Familie.
Keine Zeit verschwenden
MH: Heute als öffentliche Person solche Einstellungen zu Waffengesetzen und Frauenrechten zu vertreten, bedeutet häufig, Hasskommentaren ausgesetzt zu sein. Wie ergeht es dir damit?
AL: Schlimme Kommentare sind nichts im Vergleich dazu, womit wir momentan beispielsweise in den USA konfrontiert sind. Sie sind mir egal. Ich verschwende meine Zeit ohnehin nicht damit, Kommentare auf Social Media zu lesen.
Don’t Talk To Strangers – das METAL HAMMER Podcast-Interview mit Amy Lee
MH: War dir das schon immer so egal?
AL: Als FALLEN (2003 – Anm.d.A.) herauskam, war ich gerade 21 Jahre alt. Damals hätte ich diese Sachen zu einem gewissen Grad vielleicht auch gesagt, aber es war für mich wesentlich schwerer. Berühmt zu sein, auf dem Präsentierteller zu sitzen und von Menschen beurteilt zu werden, obwohl ich eher introvertiert bin, war schon belastend.
Warum Amy Lee in ihren Texten politische Themen behandelt, wie sie mit ihrer Rolle als Vorbild für Musikerinnen umgeht und ob es Probleme damit gab, für SANCTUARY mit gleich drei Produzenten zusammenzuarbeiten, lest ihr in der METAL HAMMER-Juliausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!
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